Am 25. Februar 2026 erteilte die Europäische Kommission dem zweiten Abschnitt des Donauausbaus zwischen Deggendorf und Vilshofen grünes Licht. Diese Entscheidung wurde von Manfred Weber, dem niederbayerischen Europaabgeordneten und EVP-Fraktionsvorsitzenden, bekanntgegeben. Die Genehmigung für den Ausbau wird unter bestimmten naturschutzfachlichen Auflagen als im öffentlichen Interesse betrachtet und ermöglicht die weiteren Planungen des Hochwasserschutzes entlang des betroffenen Abschnitts.

Der Ausbau sieht einen Lückenschluss des Hochwasserschutzes sowie die Vertiefung der Schifffahrtsrinne vor. Dies wurde in einer 15-seitigen Stellungnahme dargelegt, die besagt, dass die nachteiligen Auswirkungen auf die Natur aus zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses gerechtfertigt sind. Weber hebt die Notwendigkeit einer sachlich fundierten Güterabwägung zwischen Hochwasserschutz und Umwelt- sowie Naturschutz hervor. Auch die Dauer der Umweltverträglichkeitsprüfung, die von Anrainergemeinden kritisch gesehen wurde, war aufgrund des Eingriffs in ein bestehendes FFH-Gebiet notwendig.

Umfangreiche Investitionen und Ziele

Die Gesamtkosten für den Donauausbau belaufen sich auf rund 2,03 Milliarden Euro, was dieses Projekt zu einem der größten Infrastrukturvorhaben in Bayern und Deutschland macht. Ziel des Ausbaus ist die Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse und des Hochwasserschutzes im Donauabschnitt zwischen Straubing und Vilshofen. Diese Investitionen beinhalten 210 Millionen Euro für den technischen Wasserstraßenausbau, 1,40 Milliarden Euro für den Ausbau des Hochwasserschutzes und 420 Millionen Euro für den ökologischen Ausgleich.

Die Anrainergemeinden können nach Abschluss der Hochwasserschutzmaßnahmen wieder Bauland ausweisen und ihre Kommunen weiterentwickeln. Dies kommt nicht nur den lokalen Bürgern zugute, sondern stärkt auch die regionale Wirtschaft. Die Website lebensader-donau.de bietet umfassende Informationen über Planungen, Bauarbeiten und Rechtsverfahren und ist damit ein wichtiges Instrument für die Kommunikation mit Anwohnern und Interessierten.

Ein Projekt mit langer Vorgeschichte

Die Diskussion über den Donauausbau im 69 Kilometer langen Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen zieht sich über mehrere Jahre. Bereits 2013 entschied das Bayerische Kabinett für einen sanften Donauausbau, der ökonomische, wasserbauliche und ökologische Aspekte berücksichtigt. Ein wichtiges Ziel ist der umweltverträgliche Donauausbau im gesamtgesellschaftlichen Konsens, wobei die Artenvielfalt erhalten und die Region als Wirtschaftsstandort gestärkt werden soll.

Das Hochwasserschutz-Konzept nach Variante A sieht unter anderem 67 neue Buhnen und 8 neue Parallelwerke vor, ohne dass ein Stauwehr oder ein Durchstich gebaut wird. Die Bayerische Staatsregierung hat bis 2024 insgesamt 315 Millionen Euro für den Hochwasserschutz bereitgestellt. Der Bau der Hochwasserschutzmaßnahmen begann 2013 mit einem Startpaket von über 100 Millionen Euro. Diese umfassenden Planungen und Investitionen sind entscheidend für die Sicherheit der Anwohner und die Zukunftsfähigkeit der Region.

Für weitere Informationen über den Donauausbau und die damit verbundenen Maßnahmen können Interessierte die Website stmuv.bayern.de besuchen, die einen tiefen Einblick in die Planung und Umsetzung dieser bedeutsamen Infrastrukturprojekte bietet.