Am 18. Februar 2026 fand der Politische Aschermittwoch der Freien Wähler in Deggendorf statt, ein Ereignis, das zwei Wochen vor den Kommunalwahlen einen bedeutenden Auftritt der Partei darstellte. Die Veranstaltung wurde von Generalsekretär Hans Martin Grötsch moderiert und brachte eine Reihe prominenter Redner zusammen, darunter Hubert Aiwanger, der als Bundesvorsitzender und stellvertretender Ministerpräsident Bayerns die Hauptrede hielt. Aiwanger nutzte die Gelegenheit, um die Freien Wähler als „Freiheitspartei“ zu charakterisieren, wobei er die individuelle Entscheidungsfreiheit, insbesondere in Bezug auf Heizung und Mobilität, groß in den Vordergrund stellte und die Bevormundung durch den Staat scharf kritisierte.PNP berichtet, dass …

Aiwanger äußerte sich zudem zu aktuellen politischen Themen, darunter die Einführung des Kopftuchs für Polizistinnen in Berlin und die mediale Berichterstattung über die Epstein-Affäre, die er als einen der größten Skandale bezeichnete. Mit einem Augenzwinkern nahm er das Gendern aufs Korn und verglich es mit Chinas Rohstoffsicherung. In seiner kritischen Auseinandersetzung mit der Europäischen Union forderte er einen geringeren Einfluss der EU-Politiker und sprach sich für mehr Freiheit der Kommunen sowie weniger Bürokratie aus.

Vorbereitungen für die Kommunalwahlen

Die Freien Wähler zeigen sich vor den bevorstehenden Kommunalwahlen gut aufgestellt. Aiwanger wurde am vergangenen Samstag ohne Gegenkandidaten bei der Landesversammlung in Straubing mit beeindruckenden 82,3 Prozent der Stimmen als Landesvorsitzender bestätigt, was seine unangefochtene Position innerhalb der Partei unterstreicht. Bei seiner Wiederwahl vor zwei Jahren konnte er sogar 95 Prozent der Stimmen erreichen. Die Freien Wähler besetzen derzeit 14 von 71 Landratsposten und sehen die Kommunalwahl als zentral für ihre Identität und historisches Fundament.Süddeutsche.de berichtet, dass …

Aiwanger stellte fest, dass die Freien Wähler Pragmatiker, Brückenbauer und Ideengeber sind, die in die Politik gehen, um konkrete Themen zu fördern und nicht, um Ideologien zu verbreiten. Innerhalb der Partei gibt es jedoch intern Bedenken bezüglich seiner scharfen Worte zur Migrationspolitik, die möglicherweise negative Auswirkungen auf die bevorstehenden Wahlen haben könnten. Digitalminister Fabian Mehring, der in Straubing zum Vize-Parteichef gewählt wurde, sieht jedoch keine Anzeichen für eine Revolte, fordert aber eine breite Palette an Themen.

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Erfolge und Herausforderungen

Mit einem Ergebniss von 15,8 Prozent bei der Landtagswahl 2023 haben die Freien Wähler einen Zuwachs um 4,2 Prozentpunkte erzielen können, was sie zur zweitstärksten politischen Kraft in Bayern macht. Aiwanger ließ aber auch durchblicken, dass die aktuelle Umfrage von Forsa mit nur zehn Prozent für die Freien Wähler als niedrig und besorgniserregend gewertet wird. In den letzten Jahren haben sich die FREIEN WÄHLER in Bayern verstärkt verankert: ihre Gründung geht auf das Jahr 1998 zurück und seit 2011 tritt die Gruppe unter dem Namen „Landesvereinigung FREIE WÄHLER Bayern e.V.“ auf. Heute sind sie in mehreren Ministerien vertreten und haben inkraftgefangenen Koalitionsvereinbarungen erheblichen Einfluss ausüben können.Die offizielle Seite der Freien Wähler führt an, dass …

Trotz aller Erfolge bleibt die Partei auch vor Herausforderungen nicht verschont. Aiwanger glückte es, scharfe Diskussionen über die politische Debattenkultur und die Gefahren einer zunehmenden Politisierung vieler Fragen zu führen. Gleichzeitig muss sich die Partei mit internen Spannungen auseinandersetzen und sicherstellen, dass das vereinbarte Konnexitätsprinzip für die finanzielle Verantwortung von Aufgaben, das bei der Kommunalwahl zur Debatte steht, auch in der Praxis umgesetzt wird.

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