100 Jahre Waldlauf „Kolem Ameriky“: Tradition und internationale Gemeinschaft im Waldpark Písek
In der malerischen Kulisse des Waldparks „Amerika“ in der tschechischen Stadt Písek fand kürzlich die 100. Auflage des traditionsreichen Waldlaufs „Kolem Ameriky“ statt. Ein Ereignis, das nicht nur die Herzen der Läufer höher schlagen lässt, sondern auch eine Verbindung zwischen den Partnerstädten schafft. Die Teilnehmerzahlen sprechen für sich – fast 400 Sportbegeisterte waren am Start, um sich in einem der ältesten Geländeläufe Tschechiens zu messen.
Besonders erfreulich: Karin Sailer und Carsten Kralisch vom LV Deggendorf konnten ihre Titel erfolgreich verteidigen. Ein weiterer Beweis für die hervorragende Form der Deggendorfer Läufer! Seit 2013 ist die Nordic-Walking-Gruppe des LV Deggendorf mit von der Partie und feierte in diesem Jahr bereits ihr zehntes Jubiläum im Wettbewerb. Zwölf Mitglieder nahmen die Herausforderung an und absolvierten die speziell vorbereitete Nordic-Walking-Strecke, die sich durch die wunderschöne Natur schlängelt.
Eine lange Tradition
Der „Kolem Ameriky“ hat eine bewegte Geschichte, die bis ins Jahr 1925 zurückreicht, als der erste Lauf mit 31 Teilnehmern stattfand. Damals wurden die Läufer in Kategorien wie Sprinter und Ausdauerläufer unterteilt. Die Strecke hat sich seitdem mehrmals verändert und erreicht heute eine Länge von 10,4 Kilometern. Ursprünglich war es ein Wettkampf für die lokale Bevölkerung, der sich jedoch im Laufe der Jahre zu einem internationalen Event entwickelt hat. Besonders spannend ist die Tatsache, dass die Veranstaltung in einem der schönsten Waldgebiete Tschechiens stattfindet – ein wahres Paradies für Naturliebhaber.
In den 1930er Jahren erlebte der Lauf einen regelrechten Boom: Bis zu 135 Teilnehmer und mehr als 2.000 Zuschauer drängten sich an der Strecke. Unter den Teilnehmern waren nicht nur lokale Athleten, sondern auch Spitzenläufer. Ein Highlight der Geschichte war der 50. Lauf im Jahr 1975, bei dem die Gründer des Wettbewerbs zusammenkamen und Erinnerungen austauschten. So ist der Lauf nicht nur ein sportliches Event, sondern auch ein Stück gemeinschaftlicher Identität für die Region Písek.
Ein internationales Ereignis
Seit 2003 hat sich der Lauf auch international einen Namen gemacht. Durch die Zusammenarbeit mit Partnerstädten in England und Deutschland zieht er regelmäßig Läufer aus dem Ausland an. Die Organisation des Events liegt in den bewährten Händen von Atletika Písek, die Jahr für Jahr zahlreiche Helfer mobilisieren, um das Event zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Und das ist auch nötig, denn die Vorbereitungen sind aufwendig und die Anforderungen hoch.
Die Atmosphäre am Tag des Laufs ist einfach einmalig. Die Teilnehmer, die Zuschauer, die Helfer – alle teilen die gleiche Begeisterung für den Sport und die Natur. Man spürt förmlich die Gemeinschaft, die sich über die Grenzen hinweg bildet. Ehrlich gesagt, es ist ein bisschen wie ein großes Familienfest, bei dem jeder die Möglichkeit hat, seine eigenen Grenzen zu testen und gleichzeitig Teil einer langen Tradition zu sein.
Die nächste Auflage des „Kolem Ameriky“ wird sicherlich wieder ein Highlight im Laufkalender sein. Man kann sich schon jetzt auf die nächste Herausforderung im nächsten Jahr freuen – vielleicht mit noch mehr Teilnehmern und noch mehr Geschichten, die geschrieben werden wollen. Irgendwie aufregend, oder?
