Heute ist der 5.07.2026 und das Wetter am Karlsfelder See könnte nicht schöner sein. Die Sonne strahlt über dem glitzernden Wasser und es ist der perfekte Tag, um den vierbeinigen Lebensrettern der Wasserwacht beim Training zuzuschauen. Hier, am idyllischen See, wird nicht nur gebadet, sondern auch trainiert – und zwar auf eine ganz besondere Art und Weise.

Monti, der neunjährige Schweizer Schäferhund, zeigt sich zu Beginn etwas schüchtern. Mit seinen großen, neugierigen Augen schaut er auf die sanften Wellen, während seine Besitzer, Belinda Baum und Markus Donth, geduldig neben ihm stehen. Anfängliche Wasserscheu ist normal, aber Monti wird es schon noch lernen! Der kleine Kerl hat noch einen weiten Weg vor sich, bis er – wie seine beiden erfahrenen Kollegen, Fuchur, der achtjährige Golden Retriever, und Balu, ein schwarzer Labrador – ein geprüfter Wasserrettungshund ist.

Training mit viel Herz und Pfote

Das Training der Wasserrettungshunde ist keine einfache Sache. Die Hunde tragen spezielle Schwimmwesten, die ihnen im Wasser zusätzlichen Halt geben. Barbara Seitz und Karin Saft, die Hundeführerinnen, leiten das Training und vermitteln den Hunden, was im Ernstfall zu tun ist. Dabei werden drei Szenarien geübt: Die Rettung eines in Not geratenen Schwimmers, die Sicherung von zwei Personen gleichzeitig und der Einsatz mit einem SUP-Board. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Balu die in Not geratene Schwimmerin Kathi Maiwald sicher ans Ufer zieht. Ein echtes Teamwork, das von Vertrauen und Geschick zeugt!

Ein Highlight des Trainings ist die Zwei-Personen-Rettung. Hier muss Balu gleich zwei Menschen gleichzeitig ins Seichte bringen. Man fragt sich, wie das wohl gehen soll, doch der Hund macht das mit Bravour! Fuchur und seine Hundeführerin Barbara Seitz zeigen, wie man mit einem SUP-Board arbeitet – eine Technik, die in stressigen Situationen Gold wert sein kann. Die Hunde lernen schnell, auch in hektischen Momenten ruhig zu bleiben und Gehorsam zu zeigen. Das ist schließlich das A und O, wenn es um Menschenleben geht.

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Ein langer Weg zur Rettung

Die Ausbildung der Wasserrettungshunde in Bayern orientiert sich am italienischen Vorbild und dauert etwa zwei Jahre. In dieser Zeit müssen die Tiere und ihre Hundeführer so einiges durchstehen. Charaktereignungstests und Impfungen sind Pflicht, und auch die Menschen müssen sich nicht nur im Erste-Hilfe-Kurs, sondern auch in einer Ausbildung zum Wasserretter bewähren. Schließlich geht es nicht nur um die Hunde – auch die Menschen müssen wissen, wie sie im Notfall richtig handeln.

In den letzten zwei Jahren hat die Karlsfelder Wasserwacht bei Triathlons nicht nur die Sicherheit der Teilnehmer gewährleistet, sondern auch mutig Menschen aus dem Wasser gerettet. Die Hunde haben bewiesen, dass sie nicht nur süß aussehen, sondern auch echte Lebensretter sind. Das Training endet schließlich mit einem weiteren Schwimmtest, bei dem Balu eine Reporterin rettet, die im Wasser „verunglückt“ ist – ein spektakuläres Finale, das die Zuschauer begeistert.

Wenn man all das sieht, wird einem klar: Diese Hunde sind mehr als nur tierische Begleiter. Sie sind Lebensretter, die das Wasser lieben, und sie bringen ihren Menschen die wichtige Lektion bei, dass Teamarbeit nicht nur im Wasser, sondern auch im Leben entscheidend ist. So gibt es neben dem Training auch viele schöne Momente am See, die das Herz erwärmen.

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