In München ist momentan der Wurm drin – und das nicht nur beim Wetter. Die S-Bahn-Stammstrecke macht seit dem 3. November 2026 Schwierigkeiten, und das ziemlich großflächig. Die Bauarbeiten für die zweite Stammstrecke am Leuchtenbergring sorgen dafür, dass viele Züge ausfallen oder vorzeitig enden. Ein Schreck für Pendler und Reisende!

Die Einschränkungen gelten bis Freitag, den 6. November, um 3:30 Uhr. Betroffen sind gleich sechs Linien: S1, S2, S4, S6, S8 und S20. Besonders ärgerlich für die S1: Züge aus Freising und vom Flughafen enden nachmittags am Hauptbahnhof und halten nicht an der Hackerbrücke. Hier wird’s dann eng, denn zwischen Hauptbahnhof und Leuchtenbergring gibt es keinen S-Bahn-Verkehr – eine Herausforderung für alle, die rechtzeitig zu ihren Terminen kommen möchten.

Die Auswirkungen auf den Verkehr

Die S2 hat es auch nicht leicht. Die Züge Richtung Petershausen beginnen und enden am Heimeranplatz, Gleis 11, und fahren zwischen Heimeranplatz und Obermenzing nur ohne Halt. Wenn man von Altomünster oder Dachau kommt, muss man auf Ersatzbusse umsteigen. Und auch die S4 ist nicht besser dran: Züge aus Geltendorf enden in Pasing, und zwischen Pasing und Zorneding oder Trudering fällt der Verkehr komplett aus.

Die S6 aus Tutzing fährt nur bis Gauting, wo ebenfalls Ersatzbusse bereitstehen. Züge aus Ebersberg enden in Trudering, und zwischen Trudering und Gauting ist auch hier nichts zu holen. Die S8 hat ebenfalls ihre Tücken: Züge aus Herrsching beginnen und enden in Deisenhofen, und zwischen 21 und 3 Uhr fällt der Abschnitt Pasing–Deisenhofen ganz aus. Die Züge zum Flughafen haben es auch nicht leicht – sie fahren nur bis Johanneskirchen, und wer von Ostbahnhof nach Johanneskirchen möchte, muss mit Ersatzbussen rechnen. Die S20? Die fällt komplett aus. Was für ein Chaos!

Alternative Verbindungen und Tipps

Während die Linien S3 und S5 regulär fahren, sind sie nur im 20-Minuten-Takt unterwegs. Das macht die Situation nicht einfacher, denn gerade zu Stoßzeiten wird es voll. Laut S-Bahn München sollten Fahrgäste alternative MVV-Verbindungen nutzen oder ihre Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeiten planen. Ein kleiner Lichtblick in der Misere!

Doch warum all das? Es wird schließlich nicht einfach so gebaut. Im Bahnhof Laim sollen Fahrgäste künftig einfacher umsteigen können. Die Planung sieht vor, dass man stadteinwärts und stadtauswärts am selben Bahnsteig umsteigen kann – das klingt nach einem Fortschritt! Die Zahl der S-Bahn-Gleise wird von drei auf vier erhöht, und die Bahnsteige sollen breiter werden. Außerdem wird eine neue Umweltverbundröhre errichtet, die Fußgängern und Radfahrern eine sichere Passage ermöglicht. Das alles wird im Rahmen der Bauarbeiten für die zweite Stammstrecke realisiert. Die Deutsche Bahn ist hier im Auftrag der Stadt München am Werk.

Während die Bauarbeiten laufen, fahren die Züge über Hilfsbrücken. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die neuen Umsteigemöglichkeiten zu schaffen. Und wenn man bedenkt, dass bald alles besser laufen soll – dann heißt es jetzt: Durchhalten!