In einer spannenden Initiative für Inklusion und reitsportliche Vielfalt findet am Samstag, den 14. Juni, das Inklusionsturnier der Pferdefreunde Dachau statt. Ab 12.30 Uhr werden auf der Karlsfelder Reitanlage Fenzl am Hardinger Weg 15 junge Talente und ihre vierbeinigen Sportkameraden ihre Fähigkeiten in einem besonderen Wettkampfformat unter Beweis stellen. Dieses Turnier ist nicht nur ein feierliches Event für alle Pferdefreunde, sondern auch eine Premiere für Süddeutschland, denn es ergänzt die Turnierszene um die neuartige Prüfung „Para-Deux“, bei der Teams aus einem Parareiter und einem Reiter ohne Handicap antreten.
Die Organisatorin des besonderen Events, Jenny Schlichtenmayer, selbst Para-Reiterin aus Hebertshausen, beschreibt das Turnier als „wundervolle Symbiose von Regel- und Para-Sport“, die durch die Teamwertung zusätzlich aufgewertet wird. Der Deutsche Behindertensportverband hat dem Format bereits viel Lob ausgesprochen. Die Veranstaltung verspricht neben sportlichen Herausforderungen auch eine Plattform für geselligen Austausch und das Überwinden von Barrieren.
Therapie und Inklusion durch Reiten
Das Reiten als Therapieform gewinnt nicht nur im Sport an Bedeutung, sondern trägt auch zur Förderung von Kindern mit Behinderungen bei. Ein anschauliches Beispiel ist die sechsjährige Anna, die mit einer seltenen genetischen Entwicklungsstörung geboren wurde und rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen ist. Anna profitiert von der Hippotherapie, einer Form der Krankengymnastik auf dem Pferd, die nicht nur Verspannungen löst, sondern auch das Gleichgewicht und das Selbstvertrauen der Kinder stärkt. Laut herzenssache.de lernen die Kinder, ihr Körpergefühl zu verbessern und körperliche Blockaden zu überwinden.
Die positiven Effekte der Hippotherapie sind bekannt: Bewegungsimpulse vom Pferd mobilisieren die Rumpfmuskulatur, verbessern die Körperhaltung und stärken die Muskulatur. Die Nähe zu den Tieren fördert zusätzlich Motivation und Selbstvertrauen der Kinder. Doch die notwendige Finanzierung bleibt oft eine Herausforderung, denn in Deutschland werden die Kosten für solche Therapien in der Regel nicht von Krankenkassen übernommen, was für viele Familien eine große Hürde darstellt.
Unterstützung und Ausblick
Der Verein Ehrensache e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern mit Behinderungen durch therapeutisches Reiten zu helfen. Um das Angebot auszubauen, benötigt der Verein einen größeren Wassertank zur Speicherung von Regenwasser, damit der Therapiebereich optimal gewässert werden kann. Herzenssache engagiert sich schon seit über einem Jahrzehnt für die Förderung von Kindern mit Einschränkungen und unterstützt den Verein bei der Anschaffung der notwendigen Zisterne.
Insgesamt profitieren rund 100 Kinder von den Aktivitäten des Vereins. Die Hippotherapie ist ein wertvoller Bestandteil der therapeutischen Landschaft, der viele positive Aspekte vereint. Der Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V. bietet zudem Ressourcen und Unterstützung für Therapeuten an, um die Qualität der Therapien zu sichern und weiterzuentwickeln. So wird nicht nur der Sport gefördert, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Inklusion geleistet, der Kinder und Erwachsene sowohl sportlich als auch therapeutisch unterstützt.
Das Inklusionsturnier am 14. Juni verspricht ein festlicher Anlass zu werden, der Sportler und Zuschauer gleichermaßen begeistert. Seien Sie dabei und erleben Sie, wie der Reitsport zum Zeichen der Inklusion wird!
Für weitere Informationen und Details zum Inklusionsturnier besuchen Sie die Seite der Süddeutschen Zeitung.
Für eine Unterstützung der therapeutischen Reitangebote schauen Sie auf die Webseite von Herzenssache und erfahren Sie mehr über Hippotherapie auf behinderung.org.