Das Carsharing-Angebot „Zeitwärts“ der Volksbank Raiffeisenbank Dachau steht vor dem Aus. Wie Merkur berichtet, wird der Dienst zum 31. Juli 2025 eingestellt. Der Grund für diese Entscheidung ist die mangelnde Nachfrage sowie der hohe interne Betreuungsaufwand.

„Zeitwärts“ startete im November 2021 mit vier Elektrofahrzeugen, die an drei Standorten in Dachau und Petershausen zur Verfügung standen. Trotz der umweltfreundlichen Fahrzeugflotte blieb der Zuspruch jedoch aus. Besonders bedauerlich für die Gemeinde Petershausen, die auf die Anschaffung eines eigenen Dienstwagens verzichtete und stattdessen ein „Zeitwärts“-Auto für Rathausmitarbeiter nutzte.

Die Herausforderung der Sichtbarkeit

Das Konzept des Carsharings lebt von der Sichtbarkeit der Fahrzeuge im Stadtbild. Dies war auch ein Kritikpunkt am Standort der „Statt-Auto“-Fahrzeuge, die Anfang 2025 ihren Standort in Dachau aufgaben. Der Standort in der Tiefgarage am Sparkassenplatz wurde als ungünstig erachtet. Bürgermeister Marcel Fath von Petershausen äußert bereits den Wunsch nach einer Ersatzlösung, um der Bürger:innen weiterhin eine flexible Mobilität zu ermöglichen.

„Statt-Auto“ hat zudem Pläne für einen möglichen Neustart in Dachau, jedoch ist dies abhängig von der Verfügbarkeit eines zentralen, oberirdischen Stellplatzes. Dies könnte neue Perspektiven für das Carsharing-Konzept in der Region eröffnen.

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Wie funktioniert Zeitwärts?

Für die Nutzer von „Zeitwärts“ gibt es einige grundlegende Informationen, die wichtig sind. So ist das Mindestalter für die Fahrer 18 Jahre – ein begleitendes Fahren ab 17 ist nicht gestattet. Die Registrierung erfolgt unkompliziert über die MOQO App. Nach dem Herunterladen der App müssen Nutzer ihren Führerschein validieren, ein Fahrzeug auswählen und die Fahrt buchen. Dabei können die Elektrofahrzeuge einfach mit der App geöffnet werden. Es gibt auch zahlreiche nützliche Features, wie etwa die Piepser beim Rückwärtsfahren – das sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Wichtig ist außerdem, dass das Fahrzeug vor der Nutzung auf Schäden und Sauberkeit überprüft werden sollte. Bei eventuellen Schäden können diese ebenfalls über die App gemeldet werden. Die Rückgabe der Fahrzeuge muss am gleichen Sharing-Standort erfolgen, und auch hierbei sind einige Schritte einzuhalten, um sicherzustellen, dass alles korrekt abläuft.

„Zeitwärts“ hat sich durch die Nutzung von Elektroautos auch die Reduktion des CO2-Ausstoßes auf die Fahnen geschrieben. Das Fahren mit diesen Fahrzeugen bringt nicht nur eine höhere Wendigkeit, sondern auch ein leiseres Fahrgefühl mit sich, was besonders auf das Umfeld Rücksicht nimmt.

In Zeiten, in denen umweltfreundliche Mobilitätslösungen hoch im Kurs stehen, ist es umso bedauerlicher, dass die Region Dachau mit der Einstellung von „Zeitwärts“ einen weiteren Rückschlag in der Förderung nachhaltiger Verkehrskonzepte hinnehmen muss. Ob das geplante Neustarts von „Statt-Auto“ neue Impulse setzen kann, bleibt abzuwarten.

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