In einem bemerkenswerten Schritt hat das US-Außenministerium eine limitierte Sonderserie von Reisepässen angekündigt, die anlässlich des 250. Jubiläums der Vereinigten Staaten herausgegeben wird. Diese besonderen Pässe werden ein Abbild des ehemaligen Präsidenten Donald Trump auf einer Innenseite enthalten, sowie eine goldene Darstellung seiner Unterschrift. Auf der Rückseite wird ein kleines goldenes Hologramm der US-Flagge mit der Zahl 250 prangen. Die limitierte Auflage umfasst zwischen 25.000 und 30.000 Exemplare, die kurz vor dem Unabhängigkeitstag am 4. Juli in Washington, D.C. erhältlich sein sollen.
Der Pass, dessen Idee seit Monaten geprüft wurde, markiert einen ersten historischen Moment, denn Trump wäre der erste lebende Präsident, der in einem Reisedokument dieser Art abgebildet wird. Bisher sind nur die Gesichter von George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln in einer doppelseitigen Darstellung des Mount Rushmore verewigt. Der neue Pass ist Teil eines umfassenderen Bestrebens, Trump auf offiziellen Dokumenten abzubilden und sogar öffentliche Gebäude nach ihm umzubenennen.
Trump und sein Erbe
Donald Trump hat in seiner zweiten Amtszeit stets Wert daraufgelegt, sein Abbild und seinen Namen prominent zu platzieren. So ist die „Trump Gold Card“ für ein Visum mit Bleiberecht ein weiteres Beispiel für diese Praxis. Zudem wurde das Kennedy Center nach ihm umbenannt und eine goldene Gedenkmünze mit seinem Bild zur Feier der Staatsgründung herausgebracht. Kritiker haben jedoch Bedenken geäußert und vergleichen diese Vorhaben mit den Taktiken autokratischer Herrscher. An dieser Stelle wird es besonders interessant: Der Plan zur Ausgabe der Reisepässe hat online teils Kritik und Spott ausgelöst.
Inmitten dieser Diskussionen hat der offizielle Twitter-Account des Weißen Hauses (jetzt X) mit einem Bild einer Sonderkarte des Washingtoner Nahverkehrs aus Anlass von Barack Obamas Amtseinführung 2009 kontert, um die Negativwahrnehmung ein wenig zu entschärfen.
Ein Blick in die Zukunft
Trumps offizielles Porträt als 47. Präsident der USA, das kürzlich veröffentlicht wurde, ähnelt stark seinem Polizeifoto aus dem Jahr 2023. Dieses wurde aufgenommen, nachdem er wegen Wahlbeeinflussung angeklagt wurde und macht ihn zum ersten ehemaligen Präsidenten in der US-Geschichte, der auf einem Polizeifoto verewigt ist. Auf dem offiziellen Foto trägt Trump eine blaue Krawatte und einen Anstecker mit der US-Flagge, während er einen ähnlich ernsten Ausdruck zeigt wie auf dem umstrittenen Polizeifoto.
Die Diskussion um Trump und sein Erbe wird sicherlich auch in Zukunft weitergeführt werden. Ob die neue Reisepass-Sonderserie das Bild der Vereinigten Staaten im In- und Ausland prägen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die Grenzen zwischen Politik und persönlichem Image in der Ära Trump verschwommen sind wie nie zuvor.
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