Mode im Wandel: Warum die Deutschen weniger Interesse an Trends und Nachhaltigkeit zeigen
Heute ist der 17.07.2026 und hier in Coburg gibt es spannende Neuigkeiten aus der Modewelt. Das Interesse an Mode und Bekleidung in Deutschland hat laut einer aktuellen Untersuchung des Marktforschungsinstituts Innofact, die im Auftrag des Modeverbands GermanFashion durchgeführt wurde, deutlich nachgelassen. Befragt wurden über 1.000 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren, und die Ergebnisse sind aufschlussreich: 40% der Befragten gaben an, sich nicht aktiv über Mode zu informieren – das sind 11 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Man könnte sagen, der Trend geht eher in Richtung „egal, was ich anziehe“.
Ein weiterer Punkt, der überrascht: Nachhaltigkeit spielt beim Kauf von Modeartikeln eine immer geringere Rolle. Während 2022 noch 77% der Befragten Nachhaltigkeit für wichtig hielten, sind es heute nur noch 71%. Das lässt einen schon etwas nachdenklich werden. Woran liegt das? Die häufigste Informationsquelle für Mode sind jetzt Bekleidungsgeschäfte mit 29% – ein Rückgang von 9% im Vergleich zum Vorjahr. Gespräche mit Freunden und soziale Netzwerke scheinen nicht mehr die Rolle zu spielen, die sie einmal hatten. Es ist fast so, als ob das Modebewusstsein etwas auf der Strecke bleibt.
Der Rückgang im Einkaufsverhalten
Das Einkaufsverhalten hat sich ebenfalls verändert. Die Befragten geben an, dass sie beim Kauf von Bekleidung und Accessoires sparen – 52% sind darauf bedacht, den Geldbeutel nicht zu sehr zu belasten. Außerdem ist der Rückgang des Einkaufsverhaltens in stationären Geschäften um 8 Prozentpunkte seit 2022 bemerkenswert. Immerhin 37% kaufen ihre Kleidung bei großen Anbietern wie H&M, Zara oder C&A, während 34% den örtlichen Fachhandel und Onlineplattformen bevorzugen. Es scheint, als ob viele Menschen ihre eigenen vier Wände der Shopping-Tour vorziehen.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Nutzung von Kanälen für den Einkauf. Der Durchschnitt liegt jetzt bei 3,4 Kanälen, was einen Rückgang von fast einem Kanal im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Und das trotz steigender Preise für Modeartikel! Herrenhemden sind seit 2020 beispielsweise um 15% teurer geworden, während Kinderschuhe um 12% und Damenshirts um 6% gestiegen sind. Merkwürdigerweise steigen die Verbraucherpreise insgesamt um über 24%, während Nahrungsmittel sogar um 37% zugelegt haben. Da fragt man sich, was die Leute dazu bringt, beim Modekauf weniger Wert auf Nachhaltigkeit zu legen.
Fokus auf Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis
Was sind die wichtigsten Kriterien beim Kauf? Die Befragten legen Wert auf gute Passform, Bequemlichkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis und hohe Qualität. Markenbezogene Aspekte wie Ruf, Design und Exklusivität verlieren an Bedeutung. Das ist ein bemerkenswerter Wandel – früher war es doch so wichtig, die neuesten Trends zu haben und den angesagtesten Marken nachzujagen. Komisch, wie sich die Prioritäten verschieben können, nicht wahr?
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Modewelt in Deutschland vor einer spannenden, wenn auch herausfordernden Zeit steht. Die Verbraucher sind wählerischer geworden, was bedeutet, dass Marken und Einzelhändler kreativ werden müssen, um ihre Kunden zu erreichen. Ob das nun durch innovative Designs, nachhaltige Praktiken oder einfach nur durch gute Preise geschieht – die Zukunft der Mode wird bestimmt alles andere als langweilig!
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