Am 8. Mai 2026 wird die Hochschule Coburg zur Bühne für eine ganz besondere Veranstaltung: Die Lange Nacht der Wissenschaften. Ein Abend, der nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz berühren soll. Im Fokus steht das ehrgeizige Ziel, vergessene Wissenschafts-Pionierinnen ins öffentliche Bewusstsein zurückzubringen. Ein spannendes Unterfangen, das die Besucher dazu einlädt, ihre eigenen Vorschläge für übersehene Wissenschaftlerinnen einzureichen. Diese Möglichkeit ist nicht nur ein Aufruf zur Entdeckung, sondern auch ein Zeichen des Respekts und der Wertschätzung für all jene Frauen, die in der Wissenschaft Geschichte geschrieben haben – oft im Schatten ihrer männlichen Kollegen.
Die Veranstaltung wird in der Säulenhalle am Campus Friedrich-Streib stattfinden, wo KI-gestützte Bildwerke bedeutender Frauen präsentiert werden. Das Projekt „Versäumte Bilder“ von der Fotografin Gesine Born (Berliner Bilderinstitut) sorgt für frischen Wind, indem es neue Porträts von Frauen zeigt – basierend auf akribisch recherchierten Biografien. Diese KI-Bilder sind nicht dazu gedacht, historische Fotografien zu ersetzen, sondern vielmehr um zu zeigen, wie diese bemerkenswerten Frauen möglicherweise ausgesehen haben könnten. Ein Highlight wird das erstmals ausgestellte Porträt der Mathematikerin Emmy Noether (1882–1935) sein, die als eine der bedeutendsten Mathematikerinnen des 20. Jahrhunderts gilt. Ihre revolutionären Arbeiten haben das mathematische Denken geprägt und ihre Namen sind in den zentralen Strukturen der modernen Algebra, den Noetherschen Ringen, verankert.
Ein Aufruf an junge Wissenschaftlerinnen
Parallel zur Lange Nacht der Wissenschaften gibt es ein spannendes neues Projekt für aufstrebende Wissenschaftlerinnen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Ausschreibung ins Leben gerufen, die speziell auf qualifizierte Wissenschaftlerinnen in frühen Karrierephasen abzielt. Hierbei wird zur Antragstellung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) aufgerufen. KI-Methoden sind nicht nur Schlüsselverfahren in verschiedenen Forschungsbereichen, sondern auch integraler Bestandteil wissenschaftlicher Erkenntnisprozesse. Ziel dieser Ausschreibung ist es, Forscherinnen in frühen Karrierephasen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, KI-Methoden zu entwickeln.
Wer erfolgreich einen Antrag einreicht, hat die Chance, eine Emmy Noether-Gruppe über sechs Jahre zu leiten. Das klingt nicht nur spannend, sondern auch nach einer großartigen Gelegenheit, das eigene Forschungsprofil zu schärfen und internationale Sichtbarkeit zu erlangen. Die DFG fördert hierbei eine breite Palette von Themen – von maschinellem Lernen über Algorithmik bis hin zu Data-Analytics. Besonders ermutigt wird die Bewerbung von Postdoktorand*innen und Inhabern befristeter Juniorprofessuren, wobei internationale Forschungserfahrung als wertvoll erachtet wird.
Die Fristen und Bedingungen
Die Frist für die Einreichung der Antragsskizze ist der 11. Juni 2025, und bis zum 17. Dezember 2025 müssen die vollständigen Anträge eingereicht werden. Die Entscheidung über die Anträge wird voraussichtlich am 26. März 2026 fallen – ganz nach dem Motto: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“ Die DFG hat auch darauf geachtet, dass Gleichstellung und Diversität in der Antragstellung gefördert werden. Das ist wirklich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!
Die Kombination aus der Lange Nacht der Wissenschaften und der DFG-Initiative zeigt, wie wichtig es ist, sowohl historische als auch gegenwärtige weibliche Wissenschaftlerinnen sichtbar zu machen. Es ist ein Aufruf an alle, die sich für Wissenschaft begeistern, sich mit den Geschichten dieser Pionierinnen zu beschäftigen und die Zukunft aktiv mitzugestalten. In Coburg, wo der Geist der Wissenschaft lebendig ist, stehen die Türen offen für neue Ideen und Perspektiven. Wer weiß, vielleicht wird der nächste große Durchbruch schon bald von einer der neu geförderten Emmy Noether-Gruppen gefeiert!