Die HSG Krefeld hat am vergangenen Samstag in der 2. Handball-Bundesliga einen bitteren Rückschlag hinnehmen müssen. Coach Mark Schmetz hatte die devot klingende Mission ausgegeben, die letzten drei Spiele zu gewinnen, um den Klassenerhalt zu sichern. Doch die Eagles mussten sich in der Huk-Coburg-Arena dem HSC 2000 Coburg mit 34:36 geschlagen geben – ein Ergebnis, das die Nerven der Krefelder Fans auf eine harte Probe stellte.

Zu Beginn des Spiels war die Stimmung in der Halle noch euphorisch. HSG Krefeld legte einen Blitzstart hin und führte schnell mit 4:0 und dann sogar 6:1 nach nur acht Minuten. Die Coburger Fans, die sich mit Pfiffen bemerkbar machten, konnten kaum fassen, was da auf sie zukam. Doch der HSC, der in den letzten drei Partien keine Punkte holen konnte, fand langsam ins Spiel zurück. Fabian Apfel, der für Petros Boukovinas im Kasten stand, war ein Schlüsselspieler und trug entscheidend zur Aufholjagd bei.

Ein spannendes Duell bis zur Pause

In der 22. Minute stellte Marks Lilienfeld den Gleichstand mit einem Treffer zum 12:12 her. Beide Teams gingen mit einem ausgeglichenen Spielstand von 17:17 in die Halbzeitpause. Ein kurzer Moment der Erleichterung für die HSG, doch der zweite Durchgang begann mit einer Verzögerung, da es ein Problem mit dem Hallenboden gab. Das Spielgefühl war nicht mehr dasselbe, und die Krefelder konnten nicht an die starke Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen – wie auch Marvin Kix bemerkte.

Im zweiten Abschnitt startete der HSC 2000 Coburg mit einem 3:0-Lauf und übernahm die Führung mit 20:17. Die Krefelder blieben zwar in Schlagdistanz, doch die Wende wollte einfach nicht gelingen. Am Ende war die Enttäuschung groß, auch wenn die HSG Krefeld trotz der Niederlage vorletzter in der Tabelle bleibt. Ein Punkt und 17 Tore Vorsprung trennen sie von einem Nichtabstiegsplatz, und die kommende Partie gegen den TuS N-Lübbecke wird entscheidend sein.

Ein Blick auf die Spieler

Die HSG Krefeld hätte wohl mehr aus diesem Spiel herausholen können, wenn man sich die Spieleraufstellung ansieht. Guitart, Rüspeler und Co. hatten ihre Chancen, konnten diese aber nicht entscheidend nutzen. Kolodziej war mit 10/6 Toren der erfolgreichste Werfer auf Seiten der Eagles, gefolgt von Kix mit 8 Treffern. Auch Ingenpaß und Rose trugen mit fünf und drei Toren zum Ergebnis bei. Doch die Fehlerquote war zu hoch, und das nutzte Coburg gnadenlos aus.

Die nächste Herausforderung wartet bereits am kommenden Samstag um 18 Uhr in der Glockenspitzhalle. Das letzte Heimspiel der Eagles in der Saison 2025/2026 wird sicher alle Blicke auf sich ziehen. Die Frage bleibt: Werden die Spieler aus ihren Fehlern lernen und die nötigen Punkte einfahren? Nur die Zeit wird es zeigen.