Heute ist der 18.06.2026 und während der Sommer in Coburg Einzug hält, schleicht sich ein ungebetener Gast in die Stadt. Der Eichenprozessionsspinner breitet sich hier stark aus und sorgt für besorgte Gesichter. Die kleinen Raupen, die an den großen Gespinsten in den Baumkronen zu erkennen sind, bringen nicht nur eine unheimliche Optik mit sich, sondern auch eine ernsthafte Gesundheitsgefahr.

Die Brennhaare dieser Raupen sind wie kleine, fiese Stachel, die Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden und sogar allergische Reaktionen auslösen können. Und das Schlimmste? Diese gefährlichen Härchen bleiben auch nach dem Schlüpfen der Falter in den Gespinsten aktiv. Das Coburger Grünflächenamt hat sich bereits der Sache angenommen und entfernt die Gespinste, wo es nötig ist. Hannes Tribale und sein Kollege Yannick Zech sind am Spielplatz am Ölberg im Einsatz, wo sich die Nester zwischen rund 200 Jahre alten Eichen befinden.

Ein Kampf gegen die Raupenplage

Seit 2010 sind die Eichenprozessionsspinner in Coburg vermehrt festgestellt worden, und dieser Jahrgang ist besonders stark. Ursache dafür sind die milden Winter und die anhaltenden Trockenperioden, die den kleinen Schädlingen ideale Lebensbedingungen bieten. Die Raupen schlüpfen Ende April oder Anfang Mai und machen sich über die Eichenblätter her. Nach mehreren Häutungen entstehen die charakteristischen Gespinste, und ab der dritten Häutung haben sie es in sich – die Brennhaare sind gesundheitsschädlich.

Am Ölberg arbeiten die Baumpfleger unter schwierigen Bedingungen. Bei Nässe wird die Entfernung der Nester zur Herausforderung – das Gewicht der feuchten Gespinste macht die Arbeit knifflig. Außerdem sind die hohen Temperaturen in den Schutzanzügen nicht gerade ein Vergnügen. Dennoch ist ihre Arbeit wichtig, denn das Grünflächenamt rät dringend dazu, befallene Bäume und Gespinste nicht zu berühren und betroffene Bereiche zu meiden. Wer Kontakt mit den Brennhaaren hat, sollte besser schnell einen Arzt aufsuchen.

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Was kann man tun?

Die Fachleute setzen auf eine spezielle Technik: Mit einem Sauger werden die Raupen in allen Entwicklungsstadien erfasst und das Risiko der Verbreitung der Brennhaare minimiert. Eigentümer*innen von Privatgrundstücken sind jedoch selbst in der Verantwortung, sich um die Bekämpfung zu kümmern, wenn eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht. Im öffentlichen Raum können Gespinste oder befallene Bäume einfach per E-Mail an das Grünflächenamt gemeldet werden.

Die Eichenprozessionsspinner bevorzugen freistehende, sonnige Eichen, und das ist in Coburg nicht gerade selten. In den Baumkronen ziehen sie in langen Reihen umher – ein Anblick, der komischerweise an einen Umzug erinnert. Doch der Spaß hört schnell auf, wenn man die gesundheitlichen Risiken bedenkt. Die unsichtbaren Falter, die Ende Juli oder Anfang August schlüpfen, lassen die gefährlichen Haare zurück, was die Situation nicht einfacher macht. Man muss also wachsam sein!

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