Biontech in der Krise: 1900 Arbeitsplätze in Gefahr und die Gewerkschaft schlägt Alarm
Heute ist der 23.05.2026 und in Coburg brodelt es gewaltig in der Pharmaszene. Die IG BCE, eine Gewerkschaft, die sich vor allem für die Interessen der Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie einsetzt, hat ordentlich Dampf abgelassen. Der Grund? Das Management von Biontech steht in der Schusslinie, und das aus gutem Grund. Es geht um die Zukunft mehrerer Produktionsstandorte, die auf der Kippe stehen, und die damit verbundenen Arbeitsplätze. Christian Trapp, Gewerkschaftssekretär, ließ keinen Zweifel daran, dass es an Transparenz und Information mangelt – und das sorgt für Verunsicherung unter den Mitarbeitenden.
Dabei ist es nicht nur ein paar Stellen, die auf der Kippe stehen. Fast 1.900 Jobs sind in Gefahr, darunter etwa 820 bei Curevac, dem übernommenen Konkurrenten. Das Management scheint die Dringlichkeit der Situation nicht zu begreifen. Wie kann es sein, dass der Konzernbetriebsrat nicht in die Vorgänge einbezogen wurde? Die geplanten Schließungen, die aufgrund von Überkapazitäten und Kosteneinsparungen angekündigt wurden, werfen Fragen auf. Und Trapp hat seine Zweifel: Wird Biontech wirklich ernsthafte Verkaufsabsichten für die bedrohten Standorte hegen?
Ein Blick in die Zukunft
Biontech, das durch die Entwicklung des ersten Covid-19-Impfstoffs mit Pfizer in aller Munde war, hat sich auf eine strategische Neuausrichtung hin zur Forschung und Entwicklung in der Onkologie festgelegt. Doch das kommt nicht ohne Folgen. Die Produktion des Covid-19-Impfstoffs soll künftig vollständig von Pfizer-Standorten in Europa und Amerika übernommen werden. Das bedeutet, dass die wichtigen Werke in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur, sowie die Curevac-Standorte, gefährdet sind. Und während die Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci eine neue Firma gründen wollen, die sich auf mRNA-basierte Medikamente konzentriert, bleibt für die Beschäftigten bei Biontech die Zukunft ungewiss.
Sahin selbst hat versprochen, sozialverträgliche Lösungen für die vom Jobverlust betroffenen Mitarbeiter zu finden. Doch das Vertrauen in die Unternehmensführung scheint zu schwinden. Das Fehlen einer klaren Zukunftsstrategie nach dem Ausscheiden der Gründer ist für viele ein Schlag ins Gesicht. Wo bleibt die Unterstützung für die, die sich jahrelang für das Unternehmen engagiert haben?
Die Stimmen der Betroffenen
Die Sorgen unter den Beschäftigten sind spürbar. „Wir haben viel Zeit und Energie in unsere Arbeit bei Biontech gesteckt, und jetzt stehen wir vor dem Nichts“, sagt ein Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte. Die Unsicherheit über die eigenen Jobs und die Zukunft des Unternehmens nagt an den Nerven. Es ist mehr als verständlich, dass in dieser turbulenten Zeit das Vertrauen in die Unternehmensführung schwindet.
So bleibt abzuwarten, wie die Situation sich entwickeln wird. Die IG BCE wird sicherlich nicht tatenlos zusehen, während die Zukunft der Mitarbeiter auf dem Spiel steht. Vielleicht wird es bald zu einer Einigung kommen, die sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die strategischen Ziele von Biontech berücksichtigt. Aber ein bisschen mehr Offenheit und Kommunikation wäre dafür sicherlich hilfreich.
Ein modernes Nachrichtenportal wie unseres, muss für alle Menschen zugänglich sein. Unser Website System wurde daher konsequent nach den Vorgaben der WCAG 2.1 und BITV 2.0 entwickelt – mit sauberer Struktur, ARIA-Attributen und ohne technische Hürden für assistive Technologien. Die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom / VeloCore.


