Wenn es um praktische Erfahrungen in der Landwirtschaft geht, scheinen Gummistiefel ganz klar der Kasse vorzuziehen zu sein. Zwei Auszubildende aus dem Landkreis Cham, Sandra Gebhard und Albert Lemberger, haben kürzlich ein Erasmus+-Praktikum auf Biohöfen in Südtirol absolvierte, das ihnen nicht nur neue Fähigkeiten verlieh, sondern auch einen ganz neuen Blick auf die Herkunft von Lebensmitteln. Sie tauschten die Regale im Edeka gegen Feldarbeit und Hofladen und lernten dabei die Herausforderungen und Freuden nachhaltiger Landwirtschaft kennen. Mittelbayerische.de berichtet, dass …

Sandra war auf dem Marxenhof beschäftigt, wo sie Gemüse pflegte, erntete und für den Verkauf vorbereitete. „Ich habe die Herkunft der Lebensmittel dank dieser Erfahrung viel mehr zu schätzen gelernt“, äußerte sie begeistert. Albert hingegen arbeitete sowohl im Hofladen des Vintlerhofs als auch in einem Genossenschaftsladen, wodurch er einen umfassenden Einblick in die Vertriebskette bekam. Ihre praktische Arbeit wurde von der Berufsschule Cham unterstützt, die die finanzielle Förderung des Erasmus+-Programms bereitstellte, während die Ausbildungsstätten Edeka Allescher, Cham und Edeka Lemberger, Arrach, sie von den regulären Arbeitszeiten freistellten.

Erasmus+ als Sprungbrett

Der Erasmus+-Zuschuss ist nicht nur für Studierende in Hochschulprogrammen oder Berufsausbildung gedacht. Das Programm unterstützt Praktika weltweit, die 2 bis 12 Monate dauern können und richtet sich auch an kürzlich graduierte Personen, die ihre interkulturellen Kompetenzen verbessern möchten. Erasmus+ informiert über die Möglichkeiten … Praktika im Ausland fördern nicht nur Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch mindestens jede zehnte Praktikant:in hat sich bereits in die Selbständigkeit gewagt. Das zeigt, wie wertvoll solch ein Aufenthalt für die eigene berufliche Entwicklung ist.

Ein Blick auf die Anforderungen des Erasmus+-Programms zeigt, dass Praktika sowohl für Studierende als auch für Ausbildungsbetriebe von enormer Bedeutung sind. Auszubildende haben hier die Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu erweitern und ein internationales Netzwerk aufzubauen. Wussten Sie, dass häufig auch eine Kombination aus kurzem Aufenthalt und Online-Kursen möglich ist? Dies eröffnet zusätzliche Perspektiven für Lehrlinge, die ihre Erfahrungen bereichern möchten.

Einblick in die Landwirtschaft und die Schweizer Alpen

Während ihrer Freizeit genossen Sandra und Albert zudem die Schönheiten der Region. Sie erkundeten die Stadt Brixen, wanderten die Plose hinauf und besuchten das beeindruckende Ötzi-Museum in Bozen. Solche kulturellen Erfahrungen gehören zu den Highlights eines jeden Erasmus+-Aufenthaltes und fördern das interkulturelle Verständnis.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Praktikum auf den Biohöfen nicht nur eine wertvolle Erfahrung war, sondern auch ein Beispiel dafür, wie der Ansatz von nachhaltiger Landwirtschaft und interkulturellem Austausch in der Ausbildung zusammengeführt werden können. Nachhaltigkeit als Leitidee im Erasmus+-Programm … zeigt, dass solche Aufenthalte nicht nur das individuelle Wachstum fördern, sondern auch zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in der Landwirtschaft beitragen.