Rettungseinsätze am Höglwörther See: Zwei Frauen schwer verletzt!
Ein dramatischer Tag in Berchtesgaden: Am 18. Januar 2026 mussten die Bergwachten aus Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger gleich zweimal zu Einsätzen ausrücken. Auf einem gesperrten Rundweg am Höglwörther See wurde eine 62-jährige Salzburgerin bei einem Sturz schwer verletzt, während eine 57-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting am Teisenberg einen Armbruch erlitt.
Der erste Unfall ereignete sich gegen 14:00 Uhr auf dem gesperrten Weg, der trotz deutlicher Warnzeichen von zahlreichen Wanderern frequentiert wurde. Die Verletzte wurde mit einer Radltrage in das nahegelegene Krankenhaus transportiert. Nur eine halbe Stunde später, um 14:30 Uhr, kam es zum zweiten Vorfall am Mittleren Steig, wo die 57-Jährige acht Minuten auf Hilfe warten musste, bevor sie nach einer ersten medizinischen Versorgung ebenfalls in die Kreisklinik Trostberg gebracht werden konnte. Die Bergwacht war bis 17:30 Uhr im Einsatz und stellte sich der Herausforderung, in einem Winter, der mehr als viele andere durch Schnee und Eis geprägt ist, sowohl schnell als auch effektiv zu helfen.
Winterliche Gefahren in den Bergen
Die diesjährige Wintersaison in Bayern begann im November mit heftigen Schneefällen in den Hochlagen. Auch wenn viele Menschen in höher gelegene Gebiete strömten, blieb das Risiko für Wanderer in tieferen Lagen und auf gesperrten Wegen nicht aus. Thomas Lobernsteiner, Vorsitzender der Bergwacht Bayern, hebt hervor, dass im Winter die Vorbereitungen und die nötige Flexibilität der Einsatzkräfte entscheidend sind. Von 1. Dezember 2023 bis 30. April 2024 ereigneten sich insgesamt 4451 Einsätze, darunter 530 für Bergsteigen und Wandern, was 11,9% der Gesamteinsätze ausmacht. Im Vergleich zur Vorsaison ist dies eine beachtliche Steigerung bezüglich der Einsätze, die nicht auf den Pisten stattfanden.
Die Bergwacht beobachtet zunehmend, dass trotz gesperrter Wege viele Menschen die Berge aufsuchen. „Gerade jetzt im Winter sollten alle Pionier:innen der Berge sich ihrer Verantwortung und der realen Gefahren bewusst sein“, so eine Mahnung des BRK. Bei winterlichen Bedingungen rät man zu vorbereiteter Ausrüstung, wie Rettungsdecken und Biwaksäcken. Ein guter Rat, der nicht nur für erfahrene Bergsteiger, sondern für alle, die die Natur genießen, von großer Bedeutung ist.
Stark beanspruchte Bergretter
Auch in den Tagen vor dem zweifachen Einsatz am 18. Januar war die Bergwacht im Dauereinsatz: Am 11. Januar mussten Retter einem 85-jährigen Mann helfen, der internistische Probleme hatte, und Anfang Januar wurde ein vermisster 86-jähriger Pole, der am 6. Januar wohlbehalten gefunden wurde, gesucht. Diese Ereignisse verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen die Bergwacht in der aktuellen Wintersaison konfrontiert ist.
Die vielen Schnee- und Regenfälle haben in den letzten Wochen die Schwierigkeit, gesperrte Wege zu respektieren, weiter erhöht. Bergsportler und Wanderer sind gut beraten, sich auf die winterlichen Bedingungen einzustellen und die eigene Sicherheit stets im Blick zu behalten. Denn nur so bleibt die Freude an den schönen bayerischen Landschaften erhalten.
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