Landrat Kern würdigt jahrzehntelanges Engagement der Feldgeschworenen
Am 14. Juni 2025 fand eine besondere Ehrung in Bayern statt, die die Tradition und das Engagement der Feldgeschworenen in den Mittelpunkt stellte. Landrat Bernhard Kern zeichnete im Beisein zahlreicher Ehrengäste vier langjährig aktive Feldgeschworene aus. Ferdinand Lindner, Johann Schindler, Paul Zimmermann und Christian Baumgartner wurden für ihre Treue zu einem der ältesten kommunalen Ehrenämter geehrt.
Feldgeschworene sind in Bayern für die präzise Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen verantwortlich. Dabei setzen sie Grenzsteine neu und arbeiten eng mit dem Vermessungsamt zusammen. Dieses Amt besteht seit rund 500 Jahren und hat sich im Laufe der Jahrhunderte bewährt. So wurde das „Feldgeschworenenwesen in Bayern“ im Dezember 2016 sogar in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ihre zentrale Rolle als Berater für Bürger in Vermessungsangelegenheiten und das notwendige diplomatische Geschick sind unverzichtbar.
Besondere Ehrungen
Ferdinand Lindner erhielt eine Anerkennungsurkunde für beachtliche 40 Jahre im Amt. Johann Schindler wurde gar für sein 50-jähriges Engagement gewürdigt, während Paul Zimmermann mit einer Urkunde für stolze 60 Jahre als Feldgeschworener ausgezeichnet wurde. Christian Baumgartner, der als passiver Feldgeschworener fungiert, erhielt seine Urkunde nachträglich für ebenfalls 50 Jahre von Landrat Kern.
Die Veranstaltung konnte auch bedeutende Persönlichkeiten aus der Region willkommen heißen, darunter Gabriele Schüll, die Leiterin des ADBV, Daniel Kleffel, Präsident des Landesamts, sowie einige Bürgermeister aus der Umgebung, wie Markus Hiebl (Freilassing), Thomas Gasser (Teisendorf) und Wolfgang Simon (Schneizlreuth).
Die Rolle der Feldgeschworenen
Die Geschichte der Feldgeschworenen reicht tief in die bayerische Tradition zurück. Ursprünglich stammen sie aus den Mark- und Feldgerichten des späten Mittelalters. Interessanterweise gab es früher eine Regelung, nach der in der Regel sieben Feldgeschworene in einer Gemeinde tätig waren, weswegen sie auch als „Siebener“ bekannt sind. Das „Siebenergeheimnis“ spielt dabei eine wesentliche Rolle, da es die geheime unterirdische Markierung der Grenzen durch spezielle Zeichen umfasst. Diese Tradition wird hoch gehalten, da die Feldgeschworenen einen Eid auf die Wahrung dieses Geheimnisses ablegen.
Trotz moderner Technologien, wie der Satellitenvermessung, bleibt das Vertrauen in die Feldgeschworenen stark. Rund 24.000 Feldgeschworene sind in Bayern im Einsatz, von denen etwa 15.000 in Franken ihren Dienst leisten. Vormals war das Ehrenamt nur Männern vorbehalten, doch seit 1981 sind auch Frauen zugelassen. Jutta Massl ist die erste Frau in diesem Amt in der Feldgeschworenengemeinschaft im Landkreis und Stadt Fürth.
Für all jene, die Interesse an diesem ehrbaren Ehrenamt haben, gibt es die Möglichkeit, sich direkt bei der Heimatgemeinde zu melden und mehr über die Aufgaben der Feldgeschworenen zu erfahren. Das Amt wird in der Regel ein Leben lang vergeben und hat trotz aller Modernisierungen nichts von seiner Wichtigkeit verloren.
Gerade bei regionalen Medien zählt nicht nur inhaltliche Nähe, sondern auch die technische Abbildung davon. Unsere VeloCore-Plattform, umgesetzt durch Daniel Wom, verbindet lokale Relevanz mit moderner, performanter Technik.


