Die Schülerinnen und Schüler des Berchtesgadener Landes haben vergangene Woche im Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land (SFZ) Technologie hautnah erlebt. 25 junge Technikbegeisterte aus verschiedenen Bildungseinrichtungen arbeiteten intensiv daran, eigene Zeichenmaschinen zu bauen. Dieses Technik-Camp, organisiert in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München, dem Landkreis Berchtesgadener Land und dem Förderverein des SFZ, bot den Teilnehmenden nicht nur eine spannende Lernumgebung, sondern auch die Möglichkeit, wertvolle Fähigkeiten zu erwerben. BGland24 berichtet, dass die Teilnehmer während einer ganzen Woche intensiv in verschiedenen Bauphasen beschäftigt waren, darunter der Basisbau, Mechanik, Elektronik und Softwareprogrammierung.

Die Konstruktion der computergesteuerten Stiftplotter stellte für die Jugendlichen eine wertvolle Herausforderung dar. Diese Geräte sind in der Lage, digitale Vektorgrafiken in präzise Linien auf Papier zu übertragen. Dabei wurden die Schüler in vier Gruppen eingeteilt und konnten ihre kreativen Ideen beim Konstruieren, Schrauben, Gewindeschneiden und beim 3D-Drucken verwirklichen. Dank des gezielten Coachings durch qualifiziertes Personal konnten sie gemeinsam ihre Projekte erfolgreich umsetzen. Schülerforschung.de ergänzt, dass die Teilnehmenden auch in modernen Produktionsverfahren wie CNC-Fräsen und Programmieren einen Einblick erhielten.

Einzigartige Erfahrungen im Camp

Abseits der technischen Herausforderungen kamen auch Freizeitaktivitäten nicht zu kurz. Die Jugendlichen waren im CVJM Aktivzentrum in Ramsau am Hintersee untergebracht und konnten die wunderschöne Umgebung bei gemeinsamen Wanderungen und Lagerfeuern genießen. Dabei blieb das Camp handysfrei, was zu einer konzentrierten und engagierten Arbeitsatmosphäre beitrug. Mit großer Freude blicken die Teilnehmer auf die Abschlussveranstaltung zurück, bei der sie ihre Ergebnisse vor Gästen aus der Politik, darunter Michael Koller vom Bayerischen Landtag und Josef Wenig, dem zweiten Bürgermeister von Berchtesgaden, präsentieren konnten.

Die Ausstattung der Zeichenmaschinen stellte sich als kosteneffizient heraus: Während die Materialkosten pro Gerät zwischen 80 und 90 Euro lagen, hätten vergleichbare Fertiggeräte bis zu 300 Euro gekostet. Diese Einsparungen wurden durch den Einsatz von 3D-gedruckten Komponenten und lasergeschnittenen Basisplatten möglich. Die Materialkosten sind ein schönes Beispiel dafür, dass technisches Know-how auch mit geringem Budget zu guten Ergebnissen führen kann.

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Ausblick auf zukünftige Projekte

Die Organisatoren planen bereits das nächste Technik-Camp für den Dezember, zusätzlich wird ein Forensik-Camp für Februar 2026 zur Analyse chemischer Spuren und zur IT-Forensik angeboten. Alle an Technik und Wissenschaft interessierten Jugendlichen können sich im November für das Forensik-Camp anmelden. “Diese Camps sind nicht nur eine Einführung in technologische Berufe, sondern auch eine großartige Chance, Einblicke in potenzielle Karrierewege zu gewinnen,” so Tammo Claassen, wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU München und Leiter des Technik-Camps.

Insgesamt dürfte der erfolgreiche Verlauf des Camps viele Schülerinnen und Schüler motivieren, sich auch in Zukunft weiter mit technischen Berufen auseinanderzusetzen und vielleicht sogar den Weg in die MINT-Fächer für sich zu entdecken. Es bleibt spannend, welche kreativen Ideen die Teilnehmenden auch beim nächsten Mal verwirklichen werden!

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