Im schönen Berchtesgadener Land, wo die Berge die Wolken streicheln, geschah in der Nacht von Freitag auf Samstag, am 30. Mai, etwas, das viele Autofahrer vielleicht nicht im Rückspiegel sehen wollen. Die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding hatten ihre Kontrolle auf der A8 und so mancher Fahrer hätte sich gewünscht, er wäre einfach durchgefahren. Ein 34-jähriger Mann aus Rumänien, der mit einem Klein-Lkw unterwegs war, wurde angehalten und schon bald stellte sich heraus, dass gegen ihn ein offener Haftbefehl wegen einer nicht beglichenen Geldstrafe im hohen dreistelligen Bereich vorlag. Ein Schreckmoment, würde ich sagen!

Doch der Fahrer hatte Glück im Unglück – er konnte die Geldstrafe direkt vor Ort begleichen und damit einer Ersatzfreiheitsstrafe von zehn Tagen entgehen. Ein schnelles Zahlen, und schon durfte er seine Reise fortsetzen. Ein Glückspilz, könnte man sagen, denn die Nacht hätte anders enden können.

Haftbefehle am Grenzübergang

Aber die A8 hatte noch mehr Überraschungen auf Lager. Am Grenzübergang Schwarzbach, nicht weit entfernt, vollstreckte die Bundespolizei gleich drei Haftbefehle. Ein 40-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, ebenfalls am Steuer eines Transporters, wurde kontrolliert und hatte ganz schön was am Hals – ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wegen Hehlerei. Der Mann war zuvor zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt worden, wobei er bereits 96 Tage in Untersuchungshaft verbracht hatte. Ein kurzer Stopp, und schon war er in der Justizvollzugsanstalt.

Doch damit nicht genug – einige Stunden später traf es einen 50-jährigen österreichischen Staatsangehörigen. Der hatte leider keine Ausweisdokumente dabei und musste sich mit mündlichen Aussagen begnügen. Aber die Sache war noch nicht ganz aus der Welt, denn auch gegen ihn lagen zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Flensburg vor. Und das nicht nur wegen der fehlenden Dokumente, sondern auch wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Beleidigung. Ein finanzielles Desaster, aber er konnte die geforderten Geldstrafen in Höhe von insgesamt 5600 Euro begleichen und durfte seine Reise letztendlich fortsetzen.

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Ein Blick auf die Situation

Diese Kontrollen sind eine ständige Erinnerung daran, dass die Gesetzeslage in Deutschland ernst genommen wird. Ob man nun einen kleinen Lkw fährt oder einen Transporter – die Straßen sind kein Ort für ungebetene Überraschungen. Die Beamten der Grenzpolizei und der Bundespolizei stehen an den Verkehrsknotenpunkten, um die Sicherheit zu gewährleisten, und manchmal trifft es die Falschen. Man fragt sich, wie viele Geschichten sich wohl noch hinter den windschiefen Nummernschildern verbergen. Und während einige Reisende glücklich weiterfahren dürfen, müssen andere mit den Konsequenzen ihrer Taten leben.