Bergabenteuer oder Lebensgefahr: Zwei Rettungseinsätze am Hochstaufen zeigen die Risiken des Wanderns
Am Sonntag, den 13. Mai 2026, wurden im Berchtesgadener Land gleich mehrere junge Wanderer vom Jagersteig gerettet. Ein 23-jähriger Mann hatte bei seiner Tour auf den Hochstaufen plötzlich mit Kreislaufproblemen und Panikattacken zu kämpfen. Ein Notruf wurde gegen 16 Uhr bei der Leitstelle Traunstein abgesetzt. Die Rettungskräfte, bestehend aus der Bergwacht Bad Reichenhall und dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“, machten sich umgehend auf den Weg.
Die Lage war ernst, als der Hubschrauber am Flatscherreindl im Nonner Unterland zwei Bergretter aufnahm. Diese wurden mit der Winde an der Einsatzstelle in etwa 1470 Metern Höhe abgesetzt. Dort warteten die Wanderer, die sichtlich erschöpft waren. Die Bergretter versorgten die drei und sicherten sie in Rettungssitzen. Zuerst flog „Christoph 14“ den erkrankten Wanderer gemeinsam mit einem Bergretter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Der gesamte Einsatz dauerte etwa eineinhalb Stunden und verlief glücklicherweise ohne Komplikationen.
Ein weiteres Unglück am Hochstaufen
Kurze Zeit später, am 13. Juli, ereignete sich ein ähnlicher Vorfall am Hochstaufen. Ein 27-jähriger Mann aus dem inneren Landkreis hatte bereits beim Aufstieg über den Normalweg entlang der Bartlmahd gesundheitliche Probleme und drehte um. Gegen 13:45 Uhr am Aribankerl unterhalb der Finderlköpfe musste er wegen Kreislaufproblemen erneut um Hilfe rufen. Die Reichenhaller Bergwacht und der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ wurden alarmiert.
In diesem Fall wurde der Notarzt unterhalb der Einsatzstelle abgesetzt und ein Bergretter vom Flatscherreindl mit einem Luftrettungssack zur Einsatzstelle geflogen. Der Patient wurde versorgt und umlagert, ehe der Hubschrauber ihn mit der Winde aufnahm und zur Kreisklinik Bad Reichenhall flog. Auch hier war der gesamte Einsatz in etwa eineinhalb Stunden abgeschlossen, mit fünf Bergrettern aus Reichenhall und Freilassing an Bord.
Sicherheit im Gebirge
Beide Einsätze zeigen, wie wichtig eine schnelle und professionelle Reaktion der Rettungskräfte ist, gerade in den alpinen Regionen, wo die Natur oft unberechenbar sein kann. Die Bergwacht und die Rettungshubschrauber sind im Berchtesgadener Land unverzichtbar, besonders für Wanderer, die sich in den Höhenlagen aufhalten. Es ist ein ständiges Balance-Spiel zwischen Abenteuerlust und der nötigen Vorsicht – denn die Berge sind nicht nur schön, sie können auch gefährlich sein.


