Stadtrat Bayreuth im Aufruhr: Antrag zur Aufwandsentschädigung sorgt für hitzige Debatte
Heute ist der 15.07.2026 und in Bayreuth brodelt es mal wieder im Stadtrat. Ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke sorgt für Aufsehen: Die Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Stadtratsmitglieder soll bis zum Ende der laufenden Amtsperiode auf dem Stand vom 30. Juni 2026 eingefroren werden. Das sind ja mal klare Worte! Der Haupt- und Finanzausschuss hat dem Antrag bereits zugestimmt, doch die endgültige Entscheidung liegt jetzt beim Stadtrat – und die wird mit Spannung erwartet.
Die Hintergründe sind nicht zu übersehen. Die finanzielle Notlage vieler Kommunen, auch in Bayreuth, hat diesen Vorstoß geradezu herausgefordert. Johanna Schmidtmann von den Grünen erklärt pragmatisch, dass man Verdienstausfallansprüche vermeiden möchte. Schließlich gibt es nichts Frustrierenderes, als für einen ehrenamtlichen Einsatz auch noch ins Portemonnaie greifen zu müssen. Die aktuelle monatliche Aufwandsentschädigung beträgt 899 Euro brutto, was 16% des Grundgehalts eines Landesbeamten der Besoldungsgruppe A 14 entspricht. Mit einer geplanten Gehaltserhöhung für den öffentlichen Dienst ab Oktober 2026 um 2,8% würde die Entschädigung auf rund 924 Euro steigen, doch diese Erhöhung würde durch den Antrag fallengelassen.
Die politische Unterstützung und die Gegenstimmen
Interessant ist das breite Bündnis, das sich hinter dem Antrag versammelt hat. Selbst CSU und AfD unterstützen die Initiative, was in der heutigen politischen Landschaft eher ungewöhnlich ist. Auf der anderen Seite steht die SPD, die zwar den Antrag in der Sache unterstützt, jedoch den Zeitpunkt als unglücklich empfindet. Thomas Bauske von der SPD hat sogar vorgeschlagen, diese Regelung auf den Bürgermeister auszuweiten. Ein mutiger Vorschlag, der sicherlich für Gesprächsstoff sorgen wird.
Der Haupt- und Finanzausschuss hat den Erlass der Satzungsänderung mit nur einer Gegenstimme empfohlen. Sollte der Stadtrat zustimmen, wird diese Regelung verbindlich und die neue Festlegung der Aufwandsentschädigung tritt dann zu Beginn der nächsten Amtsperiode in Kraft. Man kann nur hoffen, dass die Entscheidung bald fällt, denn die Bürgerinnen und Bürger in Bayreuth sind gespannt, wie ihre Stadträte mit dieser finanziellen Herausforderung umgehen werden.
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