Beim Bayreuther Volksfest am Donnerstagnachmittag konnten Besucher mit und ohne Handicap unbeschwerte Stunden genießen. An diesem traditionellen Tag war der Eintritt in die Fahrgeschäfte vergünstigt, was vielen Menschen die Gelegenheit bot, sich in Karussells, am Autoscooter oder in der Geisterbahn vergnügen zu können. Die Atmosphäre im Festgelände war einladend und voller fröhlicher Gesichter, unterstützt durch das strahlende Wetter mit Sonnenschein. Zahlreiche Besucher und ihre Betreuer hatten sich aus der Umgebung und auch von weiter her auf den Weg gemacht, um am Fest teilzunehmen.

Besonders erfreulich war die Rückmeldung von Bettina Wurzel, der Behindertenbeauftragten der Stadt, und Thomas Ebersberger, dem Oberbürgermeister von Bayreuth. Ebersberger hob die Erfolge der Veranstaltung hervor und dankte den Schaustellern sowie der Bayreuth Tourismus & Marketing GmbH für ihre Unterstützung. Ein wichtiges Anliegen war die Verlängerung der Inklusionszeit, die von ursprünglich zwei auf drei Stunden angehoben wurde. Dieses Anliegen wurde am 21. Mai 2025 durch Philipp Schuwerack, ein Mitglied des Behindertenbeirats, eingebracht und nur zwei Wochen später genehmigt.

Verlängerung der Inklusionszeit

Mit der neuen Regelung beginnt die Inklusionszeit nun von 14 bis 17 Uhr, was insbesondere denjenigen zugutekommt, die mehr Zeit benötigen, um Zugang zu den Attraktionen zu erhalten. Schuwerack argumentierte, dass es oft Zeit koste, Menschen im Rollstuhl zu heben, und es daher wichtig sei, dass die Nutzer genügend Zeit haben, um die Angebote zu genießen. Die Entscheidung zur Verlängerung wurde von verschiedenen Akteuren, darunter die Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH und Eventmanager Christian Guth, unterstützt. Die Organisatoren und Schausteller tragen ebenfalls den organisatorischen und finanziellen Mehraufwand für diese Inklusion.

Diese Initiative ist ein bedeutender Schritt in Richtung Teilhabe und zeigt, dass Inklusion nicht nur ein Schlagwort ist, sondern aktiv gelebt wird. Bei der Veranstaltung im Jahr 2024 zählten die Organisatoren bereits über 2.000 Besucher mit Handicap, und die positive Resonanz motiviert, auch in Zukunft solche Aktionen durchzuführen.

VeloCore Medium

Inklusion und Barrierefreiheit

Die Bedeutung von Inklusion erstreckt sich über das Volksfest hinaus. Laut der UN-Behindertenrechtskonvention haben Menschen mit Behinderungen das Recht, gleichberechtigt an kulturellen und freizeitlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Umsetzung dieses Rechts in Deutschland bleibt jedoch oft noch eine Herausforderung. Der dritte Teilhabebericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aus 2021 zeigt, dass Menschen mit Beeinträchtigungen häufig Benachteiligungen erleben, und dass die Barrierefreiheit bei Veranstaltungen oft unzureichend ist. Hier gibt es einen klaren Handlungsbedarf, damit die Veranstaltungslandschaft in Deutschland inklusiver wird.

Empfehlungen zur Verbesserung der Inklusion beinhalten unter anderem die Sensibilisierung des Veranstaltungspersonals und eine strukturelle Verankerung von Inklusion in der Planung und Durchführung von Events. Transparente Kommunikation zu Zugänglichkeit und barrierefreien Angeboten ist ebenso ein wichtiger Aspekt. Zudem ist die langfristige Investition in Barrierefreiheit unerlässlich, um Menschen mit Behinderungen die Teilnahme an Events zu erleichtern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bemühungen um mehr Inklusion und Barrierefreiheit sowohl beim Bayreuther Volksfest als auch im allgemeinen Veranstaltungswesen vorbildlich sind und großen Anteil an der positiven Entwicklung für Menschen mit Behindersungen haben. Diese Veranstaltungen sind nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung für alle Mitbürger, sondern auch ein Schritt in die richtige Richtung in Bezug auf gesellschaftliche Teilhabe.

Für weitere Informationen besuchen Sie Bayreuth, Bayreuther Tagblatt oder Fairpflichtet.

Technisch repräsentiert unser mit VeloCore neu aufgesetztes Magazin den aktuellen Stand für anspruchsvolle Nachrichtenportale: schnell, barrierefrei, DSGVO-konform, suchmaschinenoptimiert und langfristig wartbar. Daniel Wom hat mit dieser Umsetzung eine langlebige und leistungsstarke Plattform geschaffen.