Heute ist der 20.04.2026 und die Mobilität für Schüler in Cottenbach steht vor einem Umbruch. Der Ortsteil, der momentan mit unzureichenden Busverbindungen zu kämpfen hat, bekommt endlich ein neues Taxi-Angebot, das den Bedürfnissen der kleinen Bewohner gerecht werden soll. Der aktuelle Fahrplan sieht vor, dass die Linie 378 die Schüler morgens um 07:09 Uhr nach Bayreuth bringt, jedoch nur eine Rückfahrt um 13:28 Uhr anbietet. Nachmittagsunterricht und Arbeitsgemeinschaften bleiben gänzlich unberücksichtigt, was die Bürgermeisterin Kirschner immer wieder betont hat: Es besteht ein dauerhafter Bedarf an besseren Verbindungen.
Aktuell leben in Cottenbach 25 Kinder über sechs Jahren und 15 Kinder unter sechs Jahren. Daher wurde nun ein Bedarfsverkehr ins Leben gerufen, der ab dem kommenden Schuljahr eingerichtet werden soll. Die geplanten Fahrten sind um 14:15 Uhr und 15:30 Uhr ab Bayreuth ZOH, mit einer Route über Bayreuth Wendelhöfen nach Cottenbach. Dies stellt einen wichtigen Schritt für die ländliche Mobilität dar und soll die Anbindung der Schüler erheblich verbessern.
Flexible Lösungen für Cottenbach
Die Einführung des Bedarfsverkehrs erfolgt in Form eines Anruf-Linien-Taxis (ALT), das nur bei vorheriger Anmeldung verkehrt. Die Fahrten müssen mindestens 30 Minuten vor Abfahrt telefonisch bestellt werden. Die Telefonnummer für die Taxi-Bestellung lautet 0921 20208. Um die Buchung erfolgreich abzuschließen, sollten die Kunden ihren vollständigen Namen, die Abfahrtshaltestelle, die Zielhaltestelle und die Anzahl der mitfahrenden Personen bereithalten. Dies sorgt für eine reibungslose Organisation und einen stressfreien Transport.
Die geschätzten Kosten pro Fahrt liegen bei 23,50 Euro, was bei voller Auslastung auf insgesamt etwa 8.930 Euro pro Jahr hinausläuft. Die Finanzierung soll durch Einsparungen bei anderen Angeboten im öffentlichen Personennahverkehr, die Beteiligung der Gemeinde Heinersreuth sowie durch eine Nutzerbeteiligung gesichert werden. Trotz der flexiblen Lösung sind jedoch einige Einschränkungen zu beachten: Eine sofortige Rückfahrt ist mit dem Anruf-Sammel-Taxi (AST) oder Rufbus (RBu) nicht möglich und Fahrräder können aus platztechnischen Gründen nicht transportiert werden.
Ein wichtiger Schritt für die Zukunft
Die Verwaltung hatte einen ersten Vorstoß zur Verbesserung der Verbindungen bereits im Januar abgelehnt, nun jedoch zeigt der Ausschuss Zustimmung für die neue Initiative. Bürgermeisterin Kirschner und die Anwohner sind sich einig: Der neue Bedarfsverkehr ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die flexible Nutzung von Taxis oder Kleinbussen könnte die Struktur des Ortsteils Cottenbach entscheidend verbessern und die Mobilität für die jungen Bewohner sicherstellen. Schließlich ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Kinder sicher und zuverlässig zu ihren Schulen und Freizeitaktivitäten gelangen können.
Mit dieser neuen Regelung wird nicht nur die Anbindung an Bayreuth optimiert, sondern auch die Lebensqualität der Cottenbacher Familien erhöht. Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Angebote gut angenommen werden und die Schüler von den verbesserten Verbindungen profitieren können.