Brücken bauen in Bayreuth: Unternehmer im Dialog mit der Stadt
Heute, am 6. Juni 2026, fand in Bayreuth ein City Walk der IHK statt, der auf großes Interesse stieß. Jörg Lichtenegger, der Vorsitzende des IHK-Gremiums, führte die Gruppe durch die Innenstadt, um den direkten Austausch mit Einzelhändlern und Gastronomen zu suchen. Es war ein Anlass, der nicht nur zum Reden, sondern auch zum Zuhören einlud. Die Unternehmer hatten einiges auf dem Herzen – von bürokratischen Hürden bis hin zu den alltäglichen Herausforderungen, die im urbanen Leben so recht unter den Nägeln brennen.
Der Oberbürgermeister Andreas Zippel und weitere Vertreter aus der Stadtverwaltung nahmen ebenfalls an dem Rundgang teil. Es war bemerkenswert zu sehen, wie der Wunsch nach schnellerer und offener Kommunikation in den Gesprächen immer wieder angesprochen wurde. Die Betriebe möchten einfachere Wege zur Verwaltung finden – nicht neue Regeln, sondern eine Unterstützung, die wirklich greift. Das klang so, als ob viele lieber ein persönliches Gespräch führen würden, als ständig anonyme E-Mails hin und her zu schicken. Verständlich, oder?
Ein Blick auf die Herausforderungen
Mobilität und Erreichbarkeit sind zentrale Themen für die Unternehmer in der Innenstadt. Es wurde lautstark Kritik an der Höchstparkdauer von 30 Minuten geübt – das sei einfach zu kurz, um entspannt in den Geschäften stöbern oder einen Kaffee genießen zu können. Auch der Wunsch nach festen Fahrradständern war ein Thema, das mehrere Betriebe einbrachten. Lichtenegger und seine Mitstreiter betonten die Wertschätzung für die Innenstadtakteure und zeigten sich offen für Lösungen. Aber da bleibt noch viel zu tun.
Wolfram Brehm, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken, sprach treffend von einem „Hürdenlauf“ zwischen Handel und Konsumenten. Es ging um mehr als nur Parkplätze und Fahrradständer. Auch das veränderte Konsumverhalten ist ein Thema, das nicht unter den Tisch gekehrt werden kann. Die IHK hat die Qualität der Einzelhändler und Gastronomen in Bayreuth im Blick und will diese durch gezielte Unterstützung weiter fördern.
Der Wunsch nach Veränderung
Während des City Walks fiel auf, dass viele Unternehmer den Kontakt zur Verwaltung als langwierig und unflexibel empfanden, selbst für kleinere Anliegen. Stefan Cordes, Geschäftsführer des IHK-Gremiums, forderte eine Verwaltung, die nicht nur genehmigt, sondern die die Unternehmer auch aktiv unterstützt. Es war, als würden alle Beteiligten nach Wegen suchen, um gemeinsam Brücken zu bauen – für eine lebendige Innenstadt, die zum Verweilen einlädt.
Am Ende des Rundgangs waren die Gespräche positiv. Es wurden konkrete Lösungsansätze gefunden, und die IHK sicherte eine fortlaufende Kommunikation und Unterstützung zu. Es bleibt spannend zu sehen, wie die Stadtverwaltung auf diese Impulse reagiert und ob die Anregungen tatsächlich Gehör finden. In einer Zeit, in der die Innenstädte um jeden Besucher kämpfen, ist es wichtiger denn je, dass alle Akteure an einem Strang ziehen.
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