Bayreuth bereitet sich auf ein spannendes Ereignis vor, das vom 27. Juni bis 7. Juli 2025 die Stadt zum internationalen Zentrum für Dialog und Austausch macht. In dieser Zeit wird eine Veranstaltungsreihe der Stiftung Verbundenheit für deutsche Minderheiten und deutschsprachige Gemeinschaften stattfinden. Ziel ist es, wichtige Themen wie Identität, Herkunft und grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Mittelpunkt zu rücken. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen, Kultur und Zivilgesellschaft werden zusammenkommen, um über die Herausforderungen und Chancen zu diskutieren.
Ein Highlight der Veranstaltungsreihe ist die Vernissage der Ausstellung „Zwischen den Welten“, die am 27. Juni 2025 um 17:00 Uhr eröffnet wird. Dort kann man die faszinierenden Werke von Andreas Stoffels bewundern, die deutsche Redewendungen thematisieren. Die Ausstellung ist vom 30. Juni bis 1. August 2025 bei freiem Eintritt zugänglich.
Vielfältige Gespräche und Foren
Im Rahmen des Programms werden mehrere Gesprächsforen stattfinden, die sich mit bedeutenden gesellschaftlichen Themen befassen. Am 30. Juni 2025 um 14:00 Uhr wird das Forum „Nachkriegsschicksal der Heimatverbliebenen Deutschen im Osten“, moderiert von Ella Schindler, eine zentrale Rolle spielen. Am selben Tag um 19:00 Uhr findet die Kulturgala statt, bei der herausragende Projekte deutscher Minderheiten ausgezeichnet werden. Grußworte werden von Dr. Petra Loibl und Dr. Bernd Fabritius gehalten und musikalisch begleitet durch das Orchester des BKDR.
Am 1. Juli 2025 um 16:00 Uhr steht „Deutsch-Jüdisches Kulturerbe als Auftrag“ auf der Agenda, moderiert von Werner Sonne. Ein weiteres Gesprächsforum zum Thema „Bayern und Lateinamerika – Potentiale transregionaler Partnerschaften“ findet am 2. Juli 2025 um 18:00 Uhr statt, geleitet von Thomas Kreutzmann.
Wirtschaftliche Perspektiven und kulturelle Höhepunkte
Passend zum Thema der Partnerschaften wird eine Wirtschaftskonferenz am 4. Juli 2025 um 10:30 Uhr stattfinden, die den Fokus auf „Deutsche Minderheiten als Partner der Wirtschaft“ legt und von Josef Zellmeier eröffnet wird. Diese Konferenz verdeutlicht, wie eng die Bindungen zwischen den deutschen Minderheiten und der Wirtschaft sind und welche Potenziale in dieser Zusammenarbeit liegen.
Den Abschluss der Reihe bildet eine Lesung am 7. Juli 2025 um 18:00 Uhr, bei der Ira Peter über ihre Erfahrungen als Russlanddeutsche sprechen wird. Johann Thießen wird ein Grußwort beisteuern, um diesen letzten kulturellen Höhepunkt gebührend zu würdigen.
Die Veranstaltungen werden dank einer Förderung des Freistaats Bayern in Höhe von 100.000 Euro ermöglicht und zeigen, wie wichtig der Dialog über die Identität und Herausforderungen der deutschen Minderheiten ist.
Deutschsprachige Minderheiten, die aus verschiedenen historischen Gründen in anderen Ländern leben, haben durch Ostsiedlung, Auswanderungsbewegungen und Kriege einen langen Weg hinter sich. Diese Gruppen, die in Ländern wie Polen, Belgien und Frankreich ansässig sind, werden in den Diskurs einbezogen. Die Vielfalt dieser Gemeinschaften ist nicht nur ein Zeugnis ihrer Geschichte, sondern auch ein Ansporn für zukünftige Kooperationen. Zum Beispiel leben allein in Polen sowohl deutsche Staatsbürger als auch viele Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit, was die kulturelle Bandbreite widerspiegelt. Weitere Informationen über diese Minderheiten sind auf Wikipedia zu finden.
Insgesamt verspricht die Veranstaltung in Bayreuth ein reichhaltiges Programm, das Spaß macht und gleichzeitig tiefgehende Diskussionen anregt.