Advocaat nach WM-Aus: Bleibt der Trainer von Curaçao oder geht er?
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 brachte für das Team von Curaçao historische Momente, aber auch bittere Enttäuschungen. Trainer Dick Advocaat, der sein Amt seit Januar 2024 innehat, ließ nach dem WM-Aus offen, wie es für ihn und das Team weitergeht. Er äußerte, dass er noch keine Gedanken über seine Zukunft gemacht habe und sich voll und ganz auf das Turnier konzentrieren wollte. Am vergangenen Montag musste das Team im letzten Gruppenspiel eine 0:2-Niederlage gegen die Elfenbeinküste hinnehmen und verpasste damit den nächsten historischen Erfolg nach dem ersten Punktgewinn in der WM-Geschichte durch ein 0:0 gegen Ecuador, wie Kurier berichtet.
Die Rückkehr von Advocaat als Trainer kam nicht von ungefähr. Nach seiner kurzfristigen Auszeit, in der er sich um seine kranke Tochter kümmerte, forderten sowohl Teile der Mannschaft als auch wichtige Sponsoren seine Rückkehr. Zuvor hatte sein Vorgänger Fred Rutten in zwei Freundschaftsspielen verloren, was die Verantwortlichen alarmierte. Verbandspräsident Gilbert Martina hatte sogar Bedenken geäußert, dass die Mannschaft in eine Trainerdiskussion geraten könnte, was schließlich zu Advocaaats Rückkehr führte. Er übernahm wieder die Leitung des Teams, nachdem Rutten um die Auflösung seines Vertrages gebeten hatte, wie ZDF Heute berichtet.
Stimmen aus dem Team
Innerhalb des Teams gibt es durchweg positive Stimmen zu Advocate und den Wunsch, dass er weitermacht. Torhüter Eloy Room hat sich klar für eine Fortsetzung von Advocaat ausgesprochen, während Abwehrspieler Juriën Gaari betonte, ein Rücktritt des Trainers wäre eine große Enttäuschung. Advocaat selbst nahm die Bedenken und Wünsche seiner Spieler ernst, stellte jedoch klar, dass seine Entscheidung zum Verweilen oder Gehen von seinen persönlichen Überlegungen abhängt.
Insgesamt war dies Advocate’s dritte Teilnahme an einer WM als Nationaltrainer, nachdem er bereits 1994 mit den Niederlanden und 2006 mit Südkorea angetreten war. Die WM 2026 war das erste Turnier mit 48 Mannschaften und fand in den USA, Mexiko und Kanada statt. Während das Abenteuer für Curaçao nun beendet ist, bleibt die Frage, wie es mit Advocaat und dem Team weitergeht und ob der besonnene Trainer erneut die Verantwortung übernehmen möchte.
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