In der charmanten Gemeinde Lisberg wird derzeit an zwei bemerkenswerten Projekten gearbeitet, die das Ortsbild nachhaltig verändern werden. Im Fokus stehen das „Alte Brauhaus“ und das Schloss Trabelsdorf. Diese beiden historischen Gebäude, die schon so manche Geschichte erzählt haben, erhalten nun eine neue Bestimmung. Das „Alte Brauhaus“ wird in ein Multifunktionsgebäude verwandelt, während für das Schloss Trabelsdorf eine barrierefreie Lösung geplant ist, um es für alle zugänglich zu machen.
Seit der Bekanntmachung am 15. März 2021, die von der Gemeinde Lisberg initiiert wurde, sind die Vorbereitungen in vollem Gange. Die Adresse des Auftraggebers lautet: Am Schloss 6, 96170 Lisberg-Trabelsdorf, Deutschland. Es gibt sogar eine E-Mail-Adresse für Rückfragen: [email protected]. Wer mehr Informationen möchte, kann sich auf der Internetseite vg-lisberg.de umsehen. Ein spannender Punkt: Die Auftragsunterlagen sind unter plattform.aumass.de verfügbar, was die Teilnahme an diesem wichtigen Projekt erleichtert.
Neues Leben für alte Mauern
Das „Alte Brauhaus“ hat eine Grundfläche von etwa 330 m² und soll nicht nur saniert, sondern auch umgebaut werden. Geplant sind Räumlichkeiten für eine Arztpraxis, ein Café und sogar Wohnräume. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf rund 3,4 Millionen Euro. Das Brauhaus wird somit zu einem lebendigen Ort, der die Dorfgemeinschaft zusammenbringt und ein Stück bayerische Gemütlichkeit ausstrahlt.
Auf der anderen Seite steht das Schloss Trabelsdorf, das mit einer Brutto-Grundfläche von etwa 1.600 m² ebenfalls eine umfassende Umnutzung erfahren wird. Hier wird die barrierefreie Ertüchtigung im Vordergrund stehen. Momentan wird das Schloss von der Verwaltungsgemeinschaft und einer Arztpraxis genutzt, doch der Bedarf an weiteren Flächen ist gegeben. Für die Umnutzung sind geschätzte Baukosten von etwa 1,2 Millionen Euro eingeplant. Ein wichtiger Schritt, um das Schloss für alle zugänglich zu machen und es als Ort der Begegnung zu etablieren.
Ein Wettbewerb mit vielen Möglichkeiten
Die Teilnahme an diesem spannenden Wettbewerb ist nicht nur für Architekten aus der Region gedacht. Es dürfen sich auch Architekten aus EU- oder EWR/GPA-Staaten bewerben. Die Bewerbungsfrist endete am 14. April 2021 um 12:00 Uhr, und obwohl es eine unbegrenzte Zahl an Bewerbenden gab, wurden maximal 12 Teilnehmer zugelassen, was den Wettbewerb umso spannender macht. Bei Überzahl kam ein Losverfahren zum Einsatz, um die besten Konzepte auszuwählen.
Die Kriterien für die Bewertung sind vielfältig: Städtebauliche Einbindung, gestalterische und funktionale Qualität, energetische Sanierung sowie die Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Vorschläge spielen eine entscheidende Rolle. Es gibt insgesamt 54.000 Euro an Preisen zu gewinnen, wobei der erste Preis mit 15.000 Euro dotiert ist. Eine tolle Chance für die Architekten, ihre Kreativität unter Beweis zu stellen!
Mit all diesen spannenden Entwicklungen wird Lisberg zu einem lebendigen Zentrum, das nicht nur die Geschichte bewahrt, sondern auch Platz für Neues schafft. Das Alte Brauhaus und das Schloss Trabelsdorf sind mehr als nur Gebäude – sie sind Zeugen der Vergangenheit, die nun in die Zukunft geführt werden.