Kutscherverein Bamberg feiert 130 Jahre – Ehrung treuer Mitglieder!
Der Kutscherverein Bamberg hat kürzlich sein 130-jähriges Bestehen mit einer herzlichen Feier in Scheßlitz gewürdigt. Erster Vorsitzender Oliver Friedla begrüßte die anwesenden Mitglieder und blickte auf die Gründung des Vereins im Jahr 1896 zurück, der ursprünglich als „Krankenversicherung“ für Bamberger Lohn-Kutscher ins Leben gerufen wurde. Friedla unterstrich die zentrale Rolle der engagierten Mitglieder für den Fortbestand des Vereins und wie wichtig der Zusammenhalt in diesen herausfordernden Zeiten ist.
Aktuell verzeichnet der Kutscherverein 127 Mitglieder, aber die Zahl der aktiven Fahrer und Pferde sinkt stetig. Dies ist teils den hohen Kosten für die Pferdehaltung wie Tierarztgebühren und steigenden Spritpreisen geschuldet. Zudem hat die Motivation junger Mitglieder, sich für die Vereinsarbeit zu engagieren, abgenommen. Der Vorstand, der seit zwölf Jahren in nahezu unveränderter Besetzung agiert, arbeitet neben seinen Vollzeitjobs und sieht sich vor der Herausforderung, den Verein lebendig zu halten.
Ehrungen für treue Mitglieder
Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurden insgesamt zehn Mitglieder für ihre 30-jährige Treue geehrt; darunter sind Otto Betz, Steffen Dittmann, und Sebastian Dreßel. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden weitere Mitglieder wie Ursula Betz und Helmut Horndasch ausgezeichnet. Den Geehrten wurden Präsente mit dem Vereinswappen überreicht. Eine weitere Würdigung erfuhren die Mitglieder Hans Helldorfer und Hermann Müller für ihre Verdienste.
Friedla erinnerte auch daran, dass vor fünf Jahren eine vereinseigene Chronik erstellt wurde, die die Geschichte und Entwicklungen des Vereins festhält und Interessierten zum Kauf angeboten wurde. Besonders hervorzuheben ist die langjährige Tradition der Kutschfahrten im Landkreis, die nicht nur zur Feier des 130-jährigen Bestehens des Vereins, sondern auch das 20-jährige Jubiläum der Gigfahrt zu Pfingsten umreißen.
Traditionelle Kutschfahrten und Gemeinschaft
In den letzten Jahren hat sich der Kutscherverein Bamberg, insbesondere durch die von Ingmar Michel 1998 ins Leben gerufene Gigfahrt, als fester Bestandteil der regionalen Kultur etabliert. Am Pfingstsonntag starteten 15 Kutschen zu einer Rundfahrt von Rothof in Bischberg, wobei die Teilnehmer eine Strecke von etwa 25 Kilometern durch malerische Landschaften zurücklegten. Unter den eingespannten Pferden waren verschiedene Rassen zu finden, darunter Shetlandponys und Kaltblüter.
Nach der Rundfahrt war eine Rast am Dorfplatz in Stappenbach eingeplant, wo es Bocktrunk und eine deftige Brotzeit für Fahrer und Beifahrer gab. Auch eine Prozession mit Fahnenträgern und Blasmusik konnte die Kutscher nicht aus der Ruhe bringen. Der Rückweg führte durch idyllische Dörfer wie Unterharnsbach und Erlau zurück zum Rothof. Das Event endete mit einem gemütlichen Beisammensein, das den Gemeinschaftssinn stärkte.
Für die Zukunft plant der Kutscherverein weitere Aktivitäten, unter anderem einen Jubiläumsstammtisch am 18. Juni im Bamberger Fäßla-Keller, zu dem alle Mitglieder herzlich eingeladen werden. Hier wird die Gelegenheit geboten, sich auszutauschen und neue Ideen für die Vereinsarbeit zu entwickeln. Dies sei der richtige Weg, um den Herausforderungen der heutigen Zeit zu begegnen und den Kutscherverein Bamberg weiterhin als lebendiges und aktives Mitglied der Gesellschaft zu halten.
Der Kutscherverein Bamberg hat in seiner langen Geschichte stets einen hohen Stellenwert in der Gemeinschaft eingenommen, und mit der Unterstützung treuer Mitglieder und neuer Interessierter wird er auch weiterhin eine feste Größe in der Region bleiben.
Für weitere Informationen über den Verein und die begehrten Veranstaltungen besuchen Sie bitte Fränkischer Tag und inFranken.
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