Ein kräftiges personelles Beben sorgt aktuell für Gesprächsstoff in der deutschen Basketballszene. Die Trainerwechsel zwischen Ratiopharm Ulm und den Bamberger Baskets stehen im Fokus, insbesondere durch den Wechsel von Anton Gavel, der mit seinen Erfolgen große Fußstapfen hinterlässt. Augsburger Allgemeine berichtet, dass Gavel am 15. April 2023 beim letzten Duell gegen Ulm mit 89:73 siegreich war und damit seine neue Rolle in Bamberg eindrucksvoll einleitete.
Gavel, der bis jetzt als Coach bei Ratiopharm Ulm tätig war und die Meisterschaft 2023 förmlich auf dem Silbertablett servierte, hat sich für ein neues Abenteuer entschieden: In Bamberg unterschrieb er einen Dreijahresvertrag bis zur Saison 2026/27. Dies kam für die Ulmer überraschend, die sich nicht nur um ihren Star-Trainer kümmern müssen, sondern auch nach einem neuen Sportdirektor suchen, da Thorsten Leibenath Richtung Bayern München wechselt. Der Wechsel von Leibenath stellt einen bedeutenden Verlust für Ulm dar, da er maßgeblich zur Vereinsentwicklung beitrug.
Die Herausforderung für Ulm
Mit der Ankunft von Ty Harrelson, der Gavels Nachfolge antritt, wird ein neuer Kommunikationsstil in der Ulmer Basketball-Gemeinde einziehen. Harrelson steht bis zum Ende der aktuellen Saison bei Rasta Vechta unter Vertrag und muss sich nun einer großen Herausforderung stellen. In der laufenden Saison hatte Ulm Schwierigkeiten, konstante Leistungen zu zeigen, was die Erwartungen an den neuen Trainer nicht gerade erleichtert. Die Mannschaft erreichte zwar zuletzt die Finalserie um die Meisterschaft, verlor jedoch gegen den FC Bayern, wo Gavel 2018 ebenfalls einen Titel gewinnen konnte.
Für Bamberg wird es spannend, denn die Baskets rangieren aktuell auf dem elften Platz in der Basketball-Bundesliga. Gavel hat viel vor, insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Play-offs, die im Modus „best of five“ ausgetragen werden. Am Samstag steht das erste Spiel gegen sein ehemaliges Team, Ratiopharm Ulm, auf dem Programm. Die Bamberger Fans könnten Gavels Wechsel zu Bayern als „zweite Fahnenflucht“ empfinden, doch derzeit liegt der Fokus klar auf dem wichtigen Viertelfinale.
Ausblick auf die Play-offs
Im Hinblick auf die kommenden Spiele zeigt sich auch Tommy Klepeisz von Ulm optimistisch. Er betont, dass Bamberg unbedingt im Rennen um die Meisterschaft ernst genommen werden muss. Mit einem starken Aufgebot und einer klaren Strategie könnte Gavel hier alles auf eine Karte setzen. Das nötige Vertrauen hat er mit seinen bisherigen Erfolgen eindeutig gewonnen.
In der Basketball-Bundesliga geht es aktuell drunter und drüber, und die kommenden Spiele versprechen jede Menge Spannung und Überraschungen. Die Entwicklung in Bamberg und Ulm wird die Fans der sportlichen Wettkämpfe begeistern – bleibt abzuwarten, wie die Akteure auf ihre neuen Rollen reagieren und wer die Führung im Titelrennen übernehmen wird.