Was bringt das neue Jahr für die Stadt Bamberg? Das Kulturangebot in dieser Weltstadt bleibt bunt und vielfältig, besonders mit dem Blick auf den Fasching, der fest im Kalender der Stadt verankert ist. Die Jahresabschlussversammlung des Bundes Deutscher Karneval e.V. fand erstmals in Bamberg statt und sorgte für gute Stimmung unter den Anwesenden.
Klaus-Ludwig Fess, Präsident des Verbandes, hob die Bedeutung des lebendigen Faschings hervor. „Ehrenamtliches Engagement ist der Schlüssel zu einer blühenden Gemeinschaft“, betonte Fess. Auch sein Kollege Marco Anderik, Vize-Präsident des Vereins, dankte für die herzliche Gastfreundschaft in Bamberg. Eine besondere Überraschung war die Überreichung eines Faschings-Ordens an den Oberbürgermeister, die die Wertschätzung für die kulturelle Förderung in der Stadt unterstrich.
Fasching in Bayern und darüber hinaus
Doch was macht den Fasching eigentlich so besonders? In den deutschsprachigen Ländern, darunter Deutschland, die Schweiz und Österreich, wird die fünfte Jahreszeit auf unterschiedliche Weise gefeiert. In Bamberg und vielen anderen Teilen Bayerns wird der Begriff „Fasching“ verwendet, während in anderen Regionen wie Franken die Tradition der „Fas(t)nacht“ oder „Fasnet“ hochgehalten wird. Der Karneval bringt einzigartige Bräuche und Traditionen mit sich, die von Region zu Region variieren.
Damit der Fasching seine magische Anziehungskraft entfalten kann, startet die Karnevalsaison traditionell am 11. November um 11:11 Uhr. Die Hauptfeierlichkeiten finden um den Rosenmontag statt, der am Montag vor dem Faschingsdienstag gefeiert wird. Besonders in den Hochburgen des Karnevals, wie Köln, Düsseldorf und Mainz, kommen jährlich Hunderttausende Besucher zusammen, um die farbenfrohen Umzüge und Feste zu erleben. Die Gesellschaft kommt zusammen, lautstark und ausgelassen, während das Karnevalsgeschäft in Deutschland einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro generiert, wobei die Gastronomie allein etwa 770 Millionen Euro umsetzt.
Traditionen und Perspektiven
Trotz der Freude am Feiern zeigen Umfragen, dass 2025 rund 60 Prozent der Deutschen angaben, keinen Karneval zu feiern. Zwar folgen sich etwa 20 Prozent den Umzügen und 15 Prozent verkleiden sich – doch das Interesse ist in manch anderen Regionen Deutschlands eher verhalten. Volle Straßen und fröhliches Geschrei sind dennoch fest zu erwarten, besonders am Rosenmontag, wenn in Köln rund 170 Prunk- und Persiflagewagen durch die Straßen ziehen, die etwa 300 Tonnen Süßigkeiten verteilen.
Pius Schiele, langjähriger Präsident des BRK-Elferrats Bamberg und Organisator des Besuchs, freute sich besonders über die Jahresabschlussitzung in Oberfranken. „Hier wird Fasching gelebt und gelehrt, und wir möchten, dass diese Tradition auch für künftige Generationen erhalten bleibt“, erklärte Schiele, der sich auch für die Einbindung der jüngeren Leute in die Traditionen stark macht.
Der Fasching in Bamberg und Umgebung offenbart ein kulturelles Erbe, das weit über das Feiern hinausgeht. Mit einem bunten Programm und dem vollen Engagement der lokalen Karnevalsvereine ist Bamberg bestens vorbereitet, um die fünfte Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. Und mit einem guten Händchen wird sich die Stadt auch in Zukunft als wichtiger Akteur der Karnevalstraditionen behaupten können.