Heute ist der 4. Mai 2026 und in Bamberg weht ein Hauch von Abschied. Die letzte Vollsitzung der Amtsperiode 2020 bis 2026 hat stattgefunden, und es war nicht nur ein formeller Akt, sondern ein emotionaler Moment für viele, die sich über die Jahre hinweg für das Wohl der Stadt eingesetzt haben. Oberbürgermeister Andreas Starke stand vor einer Reihe von Stadträtinnen und Stadträten, deren Engagement in den letzten Jahren die lokale Demokratie geprägt hat. Er würdigte die Leistungen der ausscheidenden Mitglieder und bedankte sich von Herzen für ihren unermüdlichen Einsatz.

Die Sitzung war gespickt mit Erinnerungen und Dankesworten. Starke hob hervor, wie wichtig die Arbeit des Stadtrats für das Gemeinwohl war. „Der Stadtrat hat eine zentrale Rolle gespielt bei den Herausforderungen, die wir in den letzten Jahren gemeistert haben“, sagte er und ließ damit die zahlreichen Projekte Revue passieren, die in Zusammenarbeit mit der Verwaltung ins Leben gerufen wurden – von sozialen Initiativen bis hin zu Umweltprojekten.

Ein bewegender Abschied

Unter den verabschiedeten Mitgliedern waren auch die beiden Bürgermeister: Jonas Glüsenkamp und Wolfgang Metzner. Glüsenkamp, der seit 2020 als Zweiter Bürgermeister die Bereiche Soziales, Jugend und Umwelt betreute, hinterlässt eine Lücke. Metzner, der als Dritter Bürgermeister seit 2008 für Kultur und Bildung kämpfte, wurde ebenfalls mit einem herzlichen Dank verabschiedet. Beide haben die Stadt in ihren jeweiligen Bereichen maßgeblich geprägt und ihre Spuren hinterlassen.

Ein stiller Moment wurde für den verstorbenen SPD-Stadtrat Felix Holland eingelegt. Er war viele Jahre Teil des Gremiums und wird in den Herzen seiner Kolleginnen und Kollegen weiterleben. „Sein Engagement hat uns alle inspiriert“, so Starke, und es war spürbar, dass dieser Verlust die Gemeinschaft getroffen hat.

Vielfältige Kompetenzen und neue Herausforderungen

Die verabschiedeten Stadträtinnen und Stadträte brachten eine breite Palette von Kompetenzen mit, die von juristischem Fachwissen über soziale Expertise bis hin zu architektonischen Fähigkeiten reichten. Namen wie Alina Achtziger von Die PARTEI, die sich um soziale Themen kümmerte, oder Andreas Dechant von der CSU, der sich sicherheitstechnisch engagierte, wurden genannt. Auch langjährige Mitglieder wie Karin Gottschall und Dr. Franz-Wilhelm Heller, die beide seit vielen Jahren aktiv sind, wurden mit Respekt gewürdigt.

Starke legte den neu gewählten Mitgliedern ans Herz, dass die Verantwortung über Gesinnung stehen müsse, und dass Pragmatismus ein unverzichtbarer Begleiter in der politischen Arbeit sein sollte. „Die Mischung aus Erfahrung und neuen Ideen ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Stadtratsarbeit“, betonte er.

Der Abschied der alten Riege markiert den Beginn neuer Herausforderungen für den frisch gewählten Stadtrat. Die Themen der Stadtentwicklung, sozialen Zusammenhalt und Umweltpolitik sind nur einige der Aufgaben, die nun angegangen werden müssen. Die Fußstapfen, die die ausscheidenden Mitglieder hinterlassen haben, sind groß, doch die neuen Kräfte sind bereit, ihre eigenen Akzente zu setzen.

Eines steht fest: Die Verabschiedung hat nicht nur das Ende einer Amtsperiode besiegelt, sondern auch den Grundstein für die Zukunft gelegt. Bamberg, mit all seinen Facetten, steht bereit für neue Ideen und frischen Wind.