Heute ist der 29.05.2026 und wir werfen einen Blick auf eine besorgniserregende Entwicklung in unseren Edeka-Filialen hier in Bayern. Die Diebstähle von teurer Schokolade haben in den letzten Monaten stark zugenommen – und das nicht nur in städtischen Gebieten, sondern auch in unseren ländlichen Supermärkten. Kaspar März-Kastenmüller, der Betreiber mehrerer Edeka-Filialen in Ascholding, Bad Tölz, Lenggries und Benediktbeuern, sieht sich mit einem nicht zu unterschätzenden Problem konfrontiert: Fehlende Ware im Wert von mehreren Zehntausend Euro pro Jahr. Das ist kein Pappenstiel!

Die Polizei in Geretsried hat im ersten Quartal 2026 fast doppelt so viele Ladendiebstähle registriert wie im Vorjahr – ein besorgniserregender Anstieg von 12 auf 22 Fälle. Besonders die Lindt-Schokolade scheint nach Preiserhöhungen bei den Dieben hoch im Kurs zu stehen. So wird sie nicht selten zwischen den Regalen genossen, als ob man sich in einem Schokoladenparadies befindet. Das lässt einen schon stutzig werden!

Die dramatische Situation

Der Handelsverband Bayern warnt vor einer dramatischen Entwicklung. Nur jeder zehnte Dieb wird überhaupt erwischt, und die Dunkelziffer ist hoch. Laut einer anonymen Supermarktbetreiberin sind auch Alkoholika und Zigaretten beliebte Ziele für Langfinger. Die Reaktionen der Kunden auf Taschenkontrollen sind oft ungehalten und lassen erahnen, dass die Geduld vieler auf eine harte Probe gestellt wird. Dabei will der Edeka-Betreiber kein generelles Rucksackverbot einführen – eine Maßnahme, die sicher nicht nur auf Zustimmung stoßen würde.

Und das Thema ist nicht nur lokal. 2024 hat der Ladendiebstahl im deutschen Einzelhandel einen Rekordschaden von fast drei Milliarden Euro verursacht, was einem Anstieg von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Über 50 Prozent dieser Verluste stammen von Kunden, während etwa 890 Millionen Euro auf das Konto von Mitarbeitern gehen. Die Selbstbedienungskassen, die in immer mehr Geschäften Einzug halten, könnten einen weiteren Grund für den Anstieg des Diebstahls darstellen. Fast die Hälfte der Händler berichtet von mehr Schwund, und drei von vier Händlern erwarten in naher Zukunft einen weiteren Anstieg des Kundendiebstahls. Wow, das sind alarmierende Zahlen!

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Die Maßnahmen

Um dem entgegenzuwirken, setzt man in den Edeka-Filialen auf Videoüberwachung, um die Diebstähle zu dokumentieren. Mitarbeiter halten Diebe bis zum Eintreffen der Polizei fest, doch über 90 Prozent der Fälle werden von der Staatsanwaltschaft wegen Geringfügigkeit eingestellt. Die Täter müssen sich dann oft mit Geldauflagen abfinden, selbst wenn das Verfahren eingestellt wird. Das wirft die Frage auf: Wo bleibt die abschreckende Wirkung?

Die Situation ist mehr als kompliziert. Während die Wolfratshauser Polizei keine signifikante Zunahme bei den Diebstählen feststellt, erleben andere Supermärkte die Herausforderung täglich hautnah. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen ergriffen werden, um in diesem Dschungel der Langfinger wieder Ordnung zu schaffen und die Geschäfte zu schützen. Ein Gedanke, der einen nicht loslässt – wie werden wir in Zukunft unsere geliebte Schokolade genießen können, ohne ständig auf der Hut sein zu müssen?