Rangers und Polizei kontrollieren Bootsfahrer an der Isar: Regeln beachten!
Am Isarufer vor dem Ickinger Wehr ist diese Saison besonders viel los. Doch nicht jede Bootstour verläuft glatt. So musste auch das aufblasbare Schwimmtier „Lobby“ eine unfreiwillige Pause einlegen. Grund dafür sind Verstöße gegen die Bootfahrverordnung, die nun wieder strenger kontrolliert wird. Die Besitzer des Schwimmtiers gingen jedoch mit Humor an die Sache heran und ließen die Luft aus ihrem Gefährt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.
Die Kontrollen werden von Naturschutz-Rangern und der Polizei durchgeführt, um nicht nur die Regeln durchzusetzen, sondern auch aufzuklären. Ranger Axel Kelm hatte einige Fragen parat und wollte von Bootsfahrern wissen, ob sie das Glasflaschenverbot kennen. „Das ist für barfußgehende Personen gefährlich“, erklärte er. Tatsächlich gibt es dazu seit 2019 die Bootsverordnung, die klare Ge- und Verbote auf dem beliebten Freizeitfluss vorschreibt.
Regeln und Vorschriften an der Isar
Die Isar, die sich von den Ausläufern des Sylvensteinsees bis zur nördlichen Grenze des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen windet, steht unter dem besonderen Schutz gesellschaftlicher und naturschutzrechtlicher Bestimmungen. Diese gelten nicht nur für den Fluss selbst, sondern auch für die angrenzenden Landschafts- und Naturschutzgebiete. Ein Überblick über die wichtigsten Regeln ist unerlässlich, um sowohl die Naturschönheit zu bewahren als auch einen unbeschwerten Aufenthalt zu gewährleisten:
- Bootfahren auf der Isar ist nur vom 1. Juni bis 15. Oktober erlaubt.
- Erlaubte Fahrten sind beispielsweise mit Kanus, Kajaks oder Schlauchbooten ohne eigene Triebkraft.
- Das Mitführen von Glasflaschen ist verboten.
- Ein Aufenthalt mit Alkohol an Bord ist nicht gestattet; es gilt eine 0,25 mg/l Grenzwertregelung.
- Kinder bis 12 Jahre sind verpflichtet, Schwimmwesten zu tragen.
Diese Regeln sollen nicht nur dem Schutz der Natur dienen, sondern auch der Sicherheit aller Ausflügler. Im Jahr 2025 wurden insgesamt nur zwölf Verstöße festgestellt, und die Situation verbessert sich stetig. „Wir haben weniger Partys mit lauter Musik und Alkohol am Fluss“, freut sich Ranger Kelm über das gestiegene Verantwortungsbewusstsein der Freizeitnutzer.
Aufklärung statt Kontrolle
Die Ranger haben ein offenes Ohr für die Bootsfahrer und klären sie freundlich über die Vorschriften auf. „Es geht uns um den Schutz der Natur und die Sicherheit aller“, so Kelm. Dieses Jahr gab es allerdings nur einen tatsächlichen Verstoß gegen die Bootsverordnung, der im April registriert wurde. Das zeigt, dass die Botschaft ankommt.
Die Ranger spielen eine verantwortungsvolle Rolle, nicht nur bei der Durchsetzung der Regeln, sondern auch beim Schutz der Tier- und Pflanzenwelt. Sie halten Wege instand, informieren über die lokale Flora und Fauna und führen gemeinsam mit Schulen Exkursionen durch. „Uns liegt die Isar am Herzen“, betont ein Ranger, ganz im Sinne der Naturschutzbestrebungen, die auch durch die Website des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen unterstützt werden.
Die Isar bleibt weiterhin ein beliebtes Ziel für viele Freizeitbegeisterte, doch es gilt, die Natur zu respektieren und sich an die festgelegten Regeln zu halten. So kann jeder die Schönheit dieses Kraftortes genießen und gleichzeitig zur Erhaltung seiner einzigartigen Umwelt beitragen.
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