Heute ist der 13.05.2026 und in Wolfratshausen wird kräftig durchgeatmet. Der neue Stadtrat, der nun aus 24 Mitgliedern besteht, hat sich konstituiert – eine bunte Mischung aus bekannten Gesichtern und frischen Kräften. Nur sechs Frauen sind unter den neu gewählten Stadtratsmitgliedern, was bei so manchem für Stirnrunzeln sorgt. Klaus Heilinglechner von der Bürgervereinigung Wolfratshausen bleibt der Chef im Rathaus, während Günther Eibl von der CSU erneut das Amt des Zweiten Bürgermeisters übernimmt. Der neue Dritte Bürgermeister, René Beysel von den Grünen, hat sich schon mal auf viele Einladungen zu Veranstaltungen gefreut. Man könnte sagen, die Stimmung im Stadtrat war mehr als kooperativ – fast schon familiär, könnte man meinen.

Ein Blick auf die spannendsten Posten im neuen Gremium zeigt: Bei der Vergabe der neun Referentenstellen gab es nur eine einzige Gegenkandidatur. Wolfgang Weichlein von der CSU trat gegen Jennifer Layton von den Grünen an, die die Bedeutung der Kultur für die Stadt betonte. Letztlich wurde Weichlein zum neuen Kulturreferenten gewählt – mit 17 zu 8 Stimmen. Schade, dass auch hier nur zwei der neun Referentenposten mit Frauen besetzt sind. Ulrike Krischke bleibt als Seniorenreferentin im Amt, und Gerlinde Berchtold von der SPD kümmert sich um soziale Belange. Für den Rest der Referentenposten haben hauptsächlich Männer das Sagen – ein Umstand, der sicherlich noch für Diskussionen sorgen wird.

Der neue Wind im Stadtrat

Elf neue Gesichter tummeln sich jetzt im Stadtrat, unter ihnen Jonas Melf, Melanie Penzkofer und Dominik Zuszek von der CSU sowie Thomas Eichberger von der BVW und einige Grüne wie René Beysel und Ines Lobenstein. Auch die AfD hat mit Wilhelm Eilers und Jens Schöller zum ersten Mal Einzug gehalten. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich diese neuen Akteure im politischen Geschehen einbringen und welche Impulse sie setzen können. Bürgermeister Heilinglechner hat sich Mut zu Entscheidungen und Offenheit für neue Ideen gewünscht – das klingt fast nach einer Einladung an alle, die sich trauen, etwas zu bewegen.

Die drei größten Parteien, die Bürgervereinigung Wolfratshausen, die CSU und die Grünen, haben nun die Möglichkeit, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und den Charakter der Stadt zu bewahren. Man kann nur hoffen, dass die Zusammenarbeit weiterhin so harmonisch bleibt. Schließlich ist es gerade in Zeiten wie diesen wichtig, dass alle an einem Strang ziehen. Wenn die Stimmung im Stadtrat so bleibt wie bisher, könnte Wolfratshausen in den kommenden Jahren einige spannende Entwicklungen erleben.