Heute ist der 6. Mai 2026, und in Bad Tölz-Wolfratshausen hat sich einiges getan. Ein neuer Landrat und gleich drei Bürgermeister haben ihre Ämter angetreten und dabei so einiges erlebt. Es war ein Tag voller neuer Eindrücke, Herausforderungen und – wie man es in solchen Situationen oft sagt – auch ein bisschen Chaos. Landrat Ludwig Schmid von den Freien Wählern hat seinen Dienst mit der Büroübergabe von seinem Vorgänger Josef Niedermaier begonnen. Er kam pünktlich mit dem X-Bus aus Geretsried zum Landratsamt und war gleich mittendrin im Geschehen.

Ein Blick in seine ersten Stunden zeigt: Viele E-Mails warteten auf ihn, Glückwunschschreiben an Jubilare mussten unterschrieben werden und dann gab es auch noch die Termine zu koordinieren. Man kann sich vorstellen, wie es da zugehen kann! Am Nachmittag stand dann eine Fraktionssprechersitzung auf dem Plan, um sich auf die Kreistagssitzung am 18. Mai vorzubereiten. Was für ein Einstand! Und dann kam auch noch ein Anruf von Alexander Bauer, dem Chef des Katastrophenschutzes, der die Genehmigung für die Katastrophenhilfe in Ruhpolding einholen wollte. So viel Verantwortung gleich am ersten Tag – das ist schon eine Hausnummer.

Chaotische Anfänge für die Bürgermeister

Seine Kollegen, die neuen Bürgermeister, hatten ebenfalls ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Start. Helmut Oppel, der frischgebackene Bürgermeister von Bichl, fand seinen ersten Tag „chaotisch“. Ein unbesetztes Vorzimmer – das kann einem schon den Tag vermiesen! Die Stelle wird erst zum 1. Juli neu besetzt, und bis dahin muss man sich wohl oder übel selbst durchschlagen. Aber Oppel ließ sich nicht unterkriegen. Er hat Kontakt zu den Mitarbeitern des Bauhofs und des Kindergartens aufgenommen und bereits die konstituierende Gemeinderatssitzung vorbereitet. Ein echter Teamplayer!

Michael Herrmann, neu in Bad Heilbrunn, sah die Dinge hingegen mit einem ganz anderen Blick. Er nannte seinen ersten Tag „toll, aufregend, spannend“. Eine Tour durch die Gemeinde stand auf dem Programm, bei der er Liegenschaften und Straßen besichtigte und über aktuelle Themen wie den Kindergartenneubau sprach. Da wird einem schon ganz warm ums Herz, wenn man sieht, wie viel Engagement da steckt!

Und dann ist da noch Josef Danner, der neue Bürgermeister von Jachenau. Er begann seinen Tag mit einer Einweisung in die Rathausräumlichkeiten und hatte bereits einen Termin in Lenggries zur Ganztagsbetreuung. Auch Baustellen für Hochwasserschutz und eine geplante Dorfheizung standen auf seiner Agenda. So geht es in der Politik – immer am Puls der Zeit!

Die Bedeutung kommunaler Selbstverwaltung

All diese neuen Herausforderungen und Erlebnisse zeigen, wie wichtig die Kommunen in Deutschland sind. Der Begriff „Kommune“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet nichts anderes als Gemeinde. In Deutschland sind die Kommunen eine der drei Hauptverwaltungsebenen, neben Bund und Ländern. Sie sind Träger der kommunalen Selbstverwaltung, was bedeutet, dass sie örtliche Angelegenheiten eigenverantwortlich regeln dürfen. Das ist ein großes Privileg und erfordert gleichzeitig viel Engagement und Verantwortung.

Historisch gesehen haben die Gemeinden in Deutschland eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die Preußische Städteordnung von 1808 legte einen Grundstein für die moderne kommunale Selbstverwaltung, und seitdem hat sich viel verändert. Heute gibt es in Deutschland über 11.000 Gemeinden, die eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen – von der inneren Verwaltung über soziale Dienstleistungen bis hin zur Wirtschaftsförderung.

Die neuen Mandatsträger in Bad Tölz-Wolfratshausen stehen also nicht nur vor der Herausforderung, ihre eigenen Ämter auszufüllen, sondern auch der wichtigen Aufgabe, die Belange ihrer Gemeinden zu vertreten und zu gestalten. Da kann man nur sagen: Viel Erfolg und packt’s an!