Heute ist der 22.06.2026 und während wir hier in Bad Tölz-Wolfratshausen sitzen und die warmen Strahlen der Sonne genießen, zieht es uns nicht nur in die Natur, sondern auch in die Höhen des Himalayas. David Göttler, ein Münchner Bergsteiger, hat die Welt des Alpinismus in den letzten Jahren mächtig aufgemischt. Nach 12 langen Jahren voller Rückschläge und harter Kämpfe hat er endlich den Nanga Parbat, den beeindruckenden 8.126 Meter hohen Berg in Pakistan, bezwungen. Was für eine Leistung!

Göttler hat die Schell-Route durch die Rupalwand und die Diamirflanke gewählt und nach dem Gipfel – der für ihn ein erfüllender Moment war – flog er mit seinem Gleitschirm sicher ins Tal zurück. Das klingt fast wie ein Abenteuer aus einem Film, nicht wahr? Tatsächlich zeigt der Dokumentarfilm „Nanga Parbat – Echoes of Sisyphus“ von Tom Dauer seine bemerkenswerten Expeditionserfahrungen und wird beim Alpen-Film-Festival präsentiert, das von Kiel bis Innsbruck in Kinos gefeiert wird. Ein echter Genuss für alle Bergliebhaber!

Die Reise zum Gipfel

Sein Weg zum Nanga Parbat war alles andere als einfach. Göttler hat insgesamt sechs von 14 Achttausendern im Alpinstil bestiegen – ohne Flaschensauerstoff und ohne großen Expeditions-Tross. Eine wahre Meisterleistung! Aber der Nanga Parbat stellte eine ganz besondere Herausforderung dar. Vier Besteigungsversuche scheiterten, doch das hielt ihn nicht davon ab, immer wieder zu versuchen, den Gipfel zu erreichen. „Ich fühlte eine emotionale Bindung zu dem Berg“, sagt er, und das merkt man ihm an. Es war nicht nur ein Berg, es war eine Herausforderung, die ihn immer wieder zurückzog.

Göttler reflektiert über seine Erfahrungen und betont, dass das Bergsteigen nicht immer mit einem Flow-Gefühl verbunden ist. Es ist anstrengend und verlangt einem alles ab. Das erkennt auch die Psychologin Rabea Zühlke, die erklärt, dass die Fähigkeit, gefährliche Bereiche zu erkennen, für alle wichtig ist, die hohe Ziele verfolgen. Göttler selbst sieht sich nicht als obsessiv, sondern als jemanden, der die Risiken des Bergsteigens klar erkennt und reflektiert. Das ist eine Kunst für sich.

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Ein Blick auf die Vergangenheit

Die Geschichte des Nanga Parbat ist beeindruckend. Hermann Buhl, der Pionier des Bergsteigens, und die Messner-Brüder haben in der Vergangenheit für Furore gesorgt. Göttler hat aus jedem gescheiterten Versuch gelernt und seine Strategie angepasst. 2023 kehrte er mit seinem Partner Benjamin Védrines auf 7.500 Metern um, als er merkte, dass er körperlich nicht in der Lage war, weiterzugehen. Diese Einsicht ist entscheidend, denn der Abstieg aus der Todeszone birgt große Risiken, da dort die meisten Unfälle passieren.

Und auch wenn er den Mount Everest bestiegen hat, hat Göttler keinen Groll auf die Menschenmassen, die sich dort tummeln. Stattdessen sieht er die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für Nepal und die Notwendigkeit nachhaltiger Praktiken. Es ist eine Gratwanderung zwischen Abenteuerlust und Verantwortung.

Ein Gefühl der Vorfreude

Mit all diesen Erfahrungen im Gepäck hofft Göttler, dass die Zuschauer des Films mit einem positiven Gefühl nach Hause gehen, vielleicht inspiriert für ihre eigenen Abenteuer in den Bergen. Das ist es, was ihn antreibt – die Liebe zur Natur und die Herausforderungen, die sie mit sich bringt. Denn am Ende des Tages sind es nicht nur die Gipfel, die zählen, sondern auch die Geschichten, die wir auf dem Weg dorthin erleben.

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