Geretsried in Wasserkrise: Einwohner müssen dringend sparen!
In Geretsried, wo gerade die Sonne über dem Bibisee brennt, sinkt der Wasserspiegel beunruhigend tief. Die Stadt ruft ihre 26.000 Einwohner bereits seit dem 1. Juli zum Wassersparen auf. Der Grund dafür ist die aktuelle Hitzewelle und die prolongierte Trockenheit, die eine „angespannte Versorgungslage“ zur Folge hat. Dies wird von der Süddeutschen Zeitung ausführlich dargestellt.
Der Verbrauch von Trinkwasser hat in den letzten Tagen erheblich zugenommen, vor allem für Gärten und Rasenflächen. Pro Jahr stehen den Geretsriedern maximal 1,85 Millionen Kubikmeter Trinkwasser zur Verfügung – eine Menge, die zwar nicht ganz ausgeschöpft wird, aber dennoch ein gewisses Limit hat. Aktuell gibt es eine Reserve von etwa 100.000 bis 150.000 Kubikmetern, die bei weiterem Anstieg des Verbrauchs bald ein Ende finden könnte.
Wasserbedarf steigt mit der Bevölkerung
Ein Blick in die Zukunft zeigt: Das Bayerische Landesamt für Statistik prognostiziert, dass Geretsried bis 2029 auf 28.200 Einwohner anwachsen könnte. Diese Entwicklung ist nur mit der genehmigten Trinkwassermenge vereinbar, wenn gleichzeitig der Wasserverbrauch optimiert wird. Die Stadtverwaltung ist deshalb gefordert, gerade bei der Ansiedlung neuer Gewerbe darauf zu achten; eine mögliche Brauerei könnte in dieser Hinsicht problematisch werden.
Gelegenheit zur Entlastung des Trinkwassers bieten die acht Brunnen in den Isarauen, die jährlich 351.000 Kubikmeter Brauchwasser liefern. Zudem ist das Trinkwasser aus zwei oberflächennahen Brunnen, die empfindlich auf Witterungsbedingungen reagieren. Jan Dühring, der Stadtwerkeleiter, hebt hervor, dass hier enormes Einsparpotenzial von bis zu 100.000 Kubikmetern pro Jahr besteht, wenn es gelingt, die Verluste im Trinkwassernetz zu minimieren.
Nachhaltigkeit und Schutzgebiete
Der Wasserschutz ist ein zentrales Thema in Geretsried. Die Suche nach neuen Einzugsgebieten ist für die Stadt bis 2025 ein wichtiges Ziel; drei von elf potenziellen Flächen haben es in die engere Auswahl geschafft. Doch die Ausweisung von Wasserschutzgebieten zieht sich oft über Jahre hin und kann bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen. Derzeit liegt der Schutz für die Geretsrieder Stadtwerke vorwiegend auf Königsdorfer Flur, die ihrerseits 280.000 Kubikmeter Wasser entnehmen dürfen.
Darüber hinaus hat Geretsried einen Notverbund mit München eingerichtet, um in Krisenzeiten auf zusätzliche Wasserversorgung zurückgreifen zu können. Doch auch die Landeshauptstadt ruft ihre Bürger zum Wassersparen auf, und es wird klar: Der verantwortungsvolle Umgang mit unserem Wasser ist wichtiger denn je.
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