Heute ist der 22.04.2026 und in Bad Tölz, einem malerischen Ort in Oberbayern, fand das Euregio-Netzwerktreffen statt. Diese Veranstaltung brachte rund 70 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tirol zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Verabschiedung der scheidenden Landräte, Josef Niedermaier von Bad Tölz-Wolfratshausen und Olaf von Löwis aus Miesbach. Ihre Nachfolger, Ludwig Schmid und Jens Zangenfeind, wurden ebenfalls vorgestellt.
Die Begrüßung übernahm Michael Brandl, der Bezirkshauptmann von Schwaz, und nutzte die Gelegenheit, um auf die großartigen Fortschritte der Euregio SBM hinzuweisen. Diese hat stolze 2,6 Millionen Euro an EU-Förderungen eingeworben, um gemeinsame Projekte zu initiieren, die nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und soziale Ziele verfolgen. Der Radweg München-Venedig wurde als Paradebeispiel für erfolgreiche grenzüberschreitende Kooperation angeführt, der bereits 55.000 Radfahrer in die Region lockte.
Vielfältige Projekte für eine nachhaltige Zukunft
Die Euregio SBM, die den Bezirk Schwaz in Tirol sowie die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach umfasst, ist nicht nur geographisch interessant, sondern auch demografisch vielfältig. Mit rund 310.000 Einwohnern in 77 Gemeinden und Städten erstreckt sich die Region über eine Gesamtfläche von 3.820 km². Die Bayerischen Voralpen und das Karwendelgebirge bilden eine beeindruckende Kulisse und trennen den bayerischen vom österreichischen Teil.
Insgesamt werden 22 Projekte mit 44 Partnern angestoßen, die sich auf Themen wie nachhaltigen Tourismus, umweltschonende Mobilität und neue Arbeitsformen konzentrieren. Dazu zählen unter anderem das Projekt „Almenreich“, das das Verständnis zwischen Almwirtschaft und Naturschutz fördern soll, sowie „Mobilität im Rißtal 2.0“, das den Verkehr in Richtung Eng untersucht. Ein weiteres Highlight ist das Projekt „Mint verbindet“, das Schüler für Naturwissenschaften begeistern möchte.
Ein Blick in die Zukunft
Alexander Schmid schlug während der Veranstaltung eine gemeinsame Kreistagsfahrt der neu gewählten Gremien vor, um die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Auch die Präsentation von Prof. Simon Werther, der die Anwendung von Künstlicher Intelligenz und Robotik im Tourismus beleuchtete, sorgte für reges Interesse unter den Anwesenden. In einer Zeit, in der innovative Lösungen gefragt sind, wird deutlich, dass die Euregio SBM nicht nur ein geografisches, sondern auch ein wirtschaftliches und kulturelles Bindeglied zwischen Bayern und Tirol darstellt.
Die Region ist durch ihre besonderen geografischen Merkmale wie die Isar und den Inn, die von zahlreichen Wildbächen gespeist werden, geprägt. Vor allem im alpinen Bereich im Süden ist der Tourismus ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, während im nördlichen flacheren Bereich mittelständische Unternehmen im Technologiebereich florieren. So zeigt sich, dass die Euregio SBM sowohl in der Natur als auch in der Wirtschaft ein harmonisches Zusammenspiel bietet, das sowohl für die Bevölkerung als auch für die Besucher von großer Bedeutung ist.
Die Euregio hat sich als ein lebendiges Netzwerk etabliert, das nicht nur regionale Grenzen überwindet, sondern auch den Dialog zwischen den Menschen fördert. Die kommenden Jahre versprechen spannende Entwicklungen und zahlreiche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, die sowohl den bayerischen als auch den Tiroler Teil dieser einzigartigen Region bereichern werden.