Heute ist der 14.07.2026 und in Bad Tölz-Wolfratshausen weht ein Hauch von Abschied. Sechs Bürgermeister, die über Jahre hinweg die Geschicke ihrer Gemeinden geleitet haben, wurden in der Königsdorfer „Post“ feierlich verabschiedet. Es war ein Abend voller Emotionen, Anekdoten und herzlicher Dankesworte, organisiert von Bürgermeistersprecher Stefan Fadinger. Man konnte die Atmosphäre förmlich spüren – eine Mischung aus Wehmut und Freude, die den Raum erfüllte. Und wie könnte es anders sein, die Bürgermeister-Musi sorgte mit Klängen und Sepp „Bodo“ Kloiber steuerte ein Abschiedslied bei. Ein schöner Rahmen für einen großen Abschied.

Die verabschiedeten Bürgermeister hatten viel erreicht. Klaus Rauchenberger, der sechs Jahre lang die Geschicke der Jachenau lenkte, hinterlässt eine wichtige Hinterlassenschaft – Projekte wie der Radweg zwischen Jachenau und Lenggries oder der Hochwasserschutz sind nur einige seiner Verdienste. Benedikt Pössenbacher, der stolze 18 Jahre die Gemeinde Bichl leitete, setzte sich unermüdlich für die Belange kleiner Gemeinden ein. Und dann ist da noch Michael Müller, der zwölf Jahre Bürgermeister von Geretsried war. Mit seinem Engagement für die zügige Modernisierung der Stadt und dem interkommunalen Hallenbad hat er bleibende Akzente gesetzt.

Ein bunter Strauß an Engagement

Hubert Oberhauser, ebenfalls zwölf Jahre im Amt, hat mit viel Herzblut die Sanierung des Thanninger Schulhauses und die Erweiterung der Grundschule vorangetrieben. Thomas Gründl, der 18 Jahre lang für die Entwicklung der Heilbrunner Ortsmitte sorgte, hat seine Spuren hinterlassen. Nicht zu vergessen Michael Grasl – ein wahrer Veteran mit 21 Jahren im Amt als Bürgermeister von Münsing, der sich für nachhaltige Entwicklungen und das gesellschaftliche Leben eingesetzt hat. Und auch Thomas Holz von Kochl, der 16 Jahre lang das Walchenseekonzept initiierte, wurde gebührend verabschiedet.

Einen besonderen Platz an diesem Abend hatte auch Josef Niedermaier. Nach 18 Jahren als Landrat wurde er geehrt und erhielt den Bayerischen Verdienstorden. Es ist schon beeindruckend, wie viele Jahre und wie viel Herzblut diese Menschen in ihre Ämter gesteckt haben. Die Dankesworte waren zahlreich, jeder Bürgermeister erinnerte sich an die kollegiale Zusammenarbeit. Es wurde gelacht, erzählt und in geselliger Runde der Abend ausklingen lassen.

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Ein Abschied mit Weitsicht

Die Verabschiedung dieser Persönlichkeiten ist nicht nur ein Abschied von Ämtern, sondern auch von einer Ära. In einer Zeit, in der sich vieles verändert, ist es wichtig, die Verdienste derer zu würdigen, die in den letzten Jahren unermüdlich für ihre Gemeinden gearbeitet haben. Der Abend verdeutlichte, wie wertvoll die ehrenamtliche Arbeit ist und wie stark die Verbundenheit untereinander ist. So geht ein Stück Heimat, bleibt jedoch immer in den Herzen der Menschen, die ihnen begegnet sind.

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