In einem festlichen Rahmen wurden am vergangen Samstag in der Königsdorfer „Post“ sechs Bürgermeister aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verabschiedet. Diese hatten sich entschlossen, nicht mehr für ihre Ämter anzutreten oder waren abgewählt worden. Bürgermeistersprecher Stefan Fadinger organisierte die Zeremonie, die mit musikalischen Darbietungen der Bürgermeister-Musi, verstärkt von Sepp „Bodo“ Kloiber, eine besondere Note erhielt.

Im Mittelpunkt der Verabschiedungen standen Klaus Rauchenberger, Benedikt Pössenbacher, Michael Müller, Hubert Oberhauser, Thomas Gründl, Michael Grasl und Thomas Holz. Sie alle haben in den letzten Jahren viel für ihre Gemeinden erreicht und geleistet. Rauchenberger war sechs Jahre lang Bürgermeister der Jachenau und kümmerte sich um wichtige Projekte wie den Radweg zwischen Jachenau und Lenggries sowie Hochwasserschutzmaßnahmen und die Sanierung der Staatsstraße 2072. Pössenbacher, der 18 Jahre lang die Gemeinde Bichl leitete, setzte sich besonders für die Belange kleiner Gemeinden ein.

Langjährige Verdienste gewürdigt

Michael Müller und Hubert Oberhauser waren beide 12 Jahre im Amt. Müller betonte in seiner Ansprache die rasche Modernisierung der Stadt Geretsried und die Fertigstellung des interkommunalen Hallenbads. Oberhauser hingegen richtete seinen Fokus auf die Sanierung des Thanninger Schulhauses und die Erweiterung der Grundschule in Egling.

Thomas Gründl blickte auf 18 Jahre als Bürgermeister zurück, in denen er maßgeblich an der Entwicklung der Heilbrunner Ortsmitte beteiligt war, während Michael Grasl sogar 21 Jahre lang Bürgermeister von Münsing war. Dieser förderte nachhaltige Entwicklungen und das gesellschaftliche Leben in seiner Gemeinde. Auch Thomas Holz, der 16 Jahre in Kochl verantwortlich war, wurde geehrt; er initiierte das Walchenseekonzept, das als Vorzeigeprojekt gilt.

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Ein Abschied mit Erinnerungen

Ein ganz besonderes Highlight der Veranstaltung war die Ehrung von Josef Niedermaier, der nach 18 Jahren als Landrat nicht mehr zur Wahl antreten wollte und dafür den Bayerischen Verdienstorden erhielt. Die verabschiedeten Bürgermeister bedankten sich für die kollegiale Zusammenarbeit und ließen beim geselligen Teil des Abends viele Anekdoten aufleben.

Für die Zukunft wird es spannend bleiben zu beobachten, wie sich die politischen Landschaften in den Gemeinden entwickeln, denn die Amtszeiten der Bürgermeister in Bayern betragen in der Regel sechs Jahre, wie auch in anderen Bundesländern, wird in einem Überblick auf kommunal.de berichtet. Solche langen Amtszeiten sollen dazu beitragen, das Amt attraktiver zu machen und qualifiziertes Personal in die Kommunalverwaltung zu holen.

Die Veranstaltung in Königsdorf zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die kommunale Ebene für den Zusammenhalt und das Funktionieren der Gesellschaft ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Nachfolger dieser langjährigen Bürgermeister die Traditionen fortsetzen und neue Akzente setzen können.

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