Heute ist der 12.05.2026 und in Bad Kissingen dreht sich alles um die Verkehrssicherheit. Die Straßen sind lebendig, aber das bringt auch Herausforderungen mit sich. Immer mehr Verkehrsteilnehmer tummeln sich auf den Straßen, und die Kreisverkehrswacht Bad Kissingen hat darauf reagiert. Mit innovativen Angeboten wollen sie die Sicherheit für alle erhöhen. Dazu gehört die neu ins Leben gerufene „Senioren-Fahrschule“, speziell für die älteren Generationen, die vielleicht ein bisschen Unterstützung beim Autofahren brauchen. Auch das „Pedelec-Sicherheitstraining“ und das „E-Scooter-Fahrtraining“ sind spannende Optionen, um die Mobilität für alle Altersgruppen sicherer zu gestalten.

Kürzlich fand eine Mitgliederversammlung in Reiterswiesen statt, bei der Geschäftsführer Matthias Kleren seine Berichte über die Aktivitäten des Vereins vorstellte. Kassenmeister Jan Freese erläuterte die Finanzlage, und obwohl ein Defizit für 2025 prognostiziert wird, zeigt der Kassenbericht eine insgesamt gesunde Finanzlage. Der Vorstand wurde einstimmig für weitere drei Jahre gewählt, und das Vertrauen in die Führungspersönlichkeiten wie Florian Arand (Vorsitzender) und Joachim Hein (Stellvertretender Vorsitzender) ist ungebrochen.

Initiativen für Verkehrssicherheit

Mit 115 Mitgliedern – darunter Einzelpersonen, Gemeinden, Firmen und Organisationen – sieht die Kreisverkehrswacht Bad Kissingen eine breite Unterstützung. Sie setzen sich für die Verkehrserziehung ein und informieren über wichtige Themen wie Kindersitze. Das hat auch praktische Auswirkungen: In diesem Jahr wurden 1100 Erstklässler mit Sicherheitsdreiecken ausgestattet. An acht Schulen im Landkreis sind 174 Schülerlotsen und 129 Verkehrshelfer aktiv, was zeigt, dass hier echte Gemeinschaftsarbeit geleistet wird. Aber es gibt auch Herausforderungen. Kritisch wird angemerkt, dass viele Eltern ihre Kinder mit dem Pkw vor Schulen und Kindergärten absetzen, was die Situation nicht unbedingt verbessert.

Ein weiteres Highlight ist die Radfahrprüfung für 520 Grundschulkinder, die in diesem Jahr stattfand. Dabei wurden nicht nur die Grundlagen des Radfahrens vermittelt, sondern auch Unterrichtseinheiten zum Thema „Toter Winkel“ und Schulwegtraining für 420 KiTa-Kinder durchgeführt. Die Präsentation von „Alkohol-Brillen“ und der „Rauschbrillen-Parcours“ an weiterführenden Schulen sollen das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr schärfen. Und für die jungen Fahranfänger gibt es den „Ablenkungssimulator“, der auf spielerische Weise zeigt, wie gefährlich die Nutzung elektronischer Geräte während der Fahrt sein kann.

Erfolgsgeschichten und Herausforderungen

Die Senioren-Fahrschule hat in der Vergangenheit nur eine einzige Anmeldung verzeichnet, aber zwei weitere Interessierte haben sich für die Zukunft gemeldet. Es bleibt also spannend, ob sich das Interesse in der nächsten Zeit steigern lässt. Knapp 200 Teilnehmer haben an Rollatoren-Kursen teilgenommen – ein weiteres Zeichen dafür, dass die Initiative der Kreisverkehrswacht ernst genommen wird. Edgar Kast, der seit 50 Jahren aktiv bei der Kreisverkehrswacht ist, hat einen bedeutenden Beitrag geleistet und wurde für seine Treue und seinen Einsatz geehrt. Dank gebührt auch dem Ausbildungszentrum der Bundespolizei Oerlenbach, das den Übungsplatz bereitstellt.

Die Kassenlage mag ein wenig angespannt sein, doch die Kreisverkehrswacht blickt optimistisch in die Zukunft. Die Fahrsicherheitstrainings für junge Fahranfänger waren in der Vergangenheit defizitär, aber die Unterstützung durch die Sparkasse Bad Kissingen zeigt, dass die Gemeinschaft hinter diesen Initiativen steht. Mit fast 9000 Fahranfängern, die seit 1988 an 588 Fahrtrainings teilgenommen haben, ist die Bilanz schlichtweg beeindruckend.

Das Training umfasst nicht nur Theorie, sondern auch praktische Übungen auf dem Gelände der Bundespolizei. Hier lernen die Teilnehmer das Einparken, Wenden, Bremsen auf glatter Fahrbahn und Slalomfahren. Zehn Trainer, viele davon erfahrene Ausbilder der Bundespolizei, sorgen dafür, dass die Teilnehmer bestens auf den Straßenverkehr vorbereitet werden. Ziel ist es, den Autofahrern zu helfen, in gefährlichen Situationen automatisch richtig zu reagieren. In diesem Sinne bleibt die Verkehrssicherheit in Bad Kissingen ein fortwährendes Thema, das alle angeht.