Heute ist der 22.05.2026 und die Sonne scheint endlich auf das frisch sanierte Terrassenschwimmbad in Bad Kissingen. Nach zwei langen Jahren, in denen das Freibad eine Großbaustelle war, wurde es am 15. Mai feierlich wiedereröffnet. Wie das Wetter hätte es nicht passender sein können: Nach einem Tag voller Hagel, Kälte und Dauerregen brach pünktlich zur Eröffnung die Sonne durch. Es war, als ob der Himmel selbst sein Okay gegeben hat!
Das Freibad, welches seinen Grundstein am 30. Mai 1953 gelegt bekam, hat eine lange und bewegte Geschichte. Es galt einst als eines der modernsten seiner Art in Europa. Historische Ereignisse wie die Deutschen Sprung- und Schwimmmeisterschaften 1954 und die gesamtdeutschen Ausscheidungswettkämpfe für die Olympischen Spiele 1960 fanden hier statt. Der Sanierungsbedarf war jedoch offensichtlich. Veraltete Technik, rissige Becken und statische Mängel am Sprungturm machten eine umfassende Renovierung unumgänglich. Ganze 8 Millionen Euro wurden investiert, finanziert von der Stadt Bad Kissingen, dem Bund und dem Freistaat Bayern.
Die Feierlichkeiten zur Eröffnung
Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel ergriff das Wort und betonte, wie wichtig das Freibad für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region ist. Er forderte auch, Schwimmbäder als kommunale Pflichtaufgabe anzuerkennen. Ein kirchlicher Segen unterstrich die Bedeutung der Eröffnung, gespendet von Pfarrer Gerd Greier und Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk. Und dann ging es richtig los! Sportliche Einweihungen mit spektakulären Flugshows und Sprüngen von Turmspringern sorgten für Begeisterung. Besonders der YouTuber und Turmspringer Rainhard Riede beeindruckte alle mit einem Handstandsalto aus zehn Metern Höhe.
Die Taucher des „Tauchclubs Nixe Bad Kissingen“ sorgten dafür, dass ein Willkommens-Banner vom Beckengrund geholt wurde. Wasserspringer des Nürnberger Schwimmerbunds und professionelle Splash-Diver zeigten ihre beeindruckenden Fähigkeiten. Der Höhepunkt war der Sprung „die Hose“ – mit einer riesigen Stoffbahn, die für tosenden Applaus sorgte. Es war ein Fest für die Sinne, das viele in der Stadt in nostalgische Erinnerungen schwelgen ließ.
Ein Freibad für alle
Die aktuelle Sanierung war nicht die erste. Bereits in den Jahren 1986 bis 1988 und 2016/2017 wurde das Bad modernisiert, doch die Anforderungen haben sich weiterentwickelt. Die Wege entsprachen nicht mehr den Standards der Barrierefreiheit, und auch die Beckenköpfe und der denkmalgeschützte Sprungturm waren in die Jahre gekommen. Die Stadt hält an sozialverträglichen Eintrittspreisen fest und bezuschusst den Unterhalt des Bades jährlich mit rund 800.000 Euro, um sicherzustellen, dass das Bad für alle zugänglich bleibt.
Ein neuer Skyclimber, eine Kletterwand, wird in das Freizeitangebot integriert, um die Attraktivität des Bades weiter zu steigern. Die Sanierung zielt darauf ab, die Schwimmkompetenz in der Bevölkerung zu verbessern und soziale Inklusion zu fördern. Das Terrassenschwimmbad ist nicht nur ein wichtiges Ausflugsziel, sondern auch ein gesellschaftliches Zentrum der Region, in dem viele Erinnerungen und Geschichten verwoben sind.
Das Freibad in Bad Kissingen hat also nicht nur eine neue Hülle bekommen, sondern auch einen neuen Stellenwert in der Gemeinschaft. Es bleibt zu hoffen, dass die Sonne auch weiterhin für die Besucher scheint und viele unvergessliche Momente im Wasser ermöglicht!