Heute ist der 17.05.2026 und die Atmosphäre in Bad Kissingen ist voll von bemerkenswerten Gesprächen und herzlicher Verbundenheit. In einem voll besetzten Saal fand kürzlich eine bedeutende VdK-Veranstaltung statt, die sich den Themen Hospiz und Palliativ widmete. Unter der Leitung von Lorette Weiß aus Bad Kissingen und Therese Englert aus Rhön-Grabfeld wurde ein Raum geschaffen, der nicht nur informiert, sondern auch berührt.

Die Veranstaltung begann mit den einführenden Grußworten von Carsten Vetter, dem VdK-Bezirksgeschäftsführer. Er berichtete über aktuelle Neuigkeiten aus VdK Bayern, was den Anwesenden einen Einblick in die Arbeit des Verbandes gab. Es war spürbar, dass die Themen, die hier besprochen wurden, für viele Menschen von großer Bedeutung sind. Die erste Referentin, Dr. Gabriele Obitz, leitende Oberärztin der neuen Palliativ-Station am Helios St. Elisabeth Krankenhaus Bad Kissingen, nahm die Gäste mit auf eine Reise durch die Versorgungsstrukturen der Palliativstation. Diese Einrichtung bietet vorerst sechs Betten für Patienten mit schweren, nicht heilbaren Erkrankungen und ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung vor Ort. Die Pläne zur Erweiterung zeigen, wie ernst es der Einrichtung mit der Verbesserung der Lebensqualität Schwerkranker ist.

Ein Lichtblick für Schwerkranke und ihre Angehörigen

Dr. Obitz betonte in ihrer Rede die Wichtigkeit der Lebensqualität und die Erleichterung von Schmerzen. Manchmal, so sagte sie, sei es das kleine Stück Lebensqualität, das den Unterschied macht. Die Aufnahme in die Palliativstation erfolgt über eine Einweisung durch den Hausarzt, und es ist beruhigend zu wissen, dass Patienten auf allen Stationen mitbetreut werden. Hierfür sorgt speziell ausgebildetes Personal, das sich mit Empathie und Fachwissen um die Betroffenen kümmert. Auch die ambulante Versorgung für schwerstkranke Menschen ist in Zusammenarbeit mit der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) möglich. Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie hier Hand in Hand gearbeitet wird, um Menschen in schweren Zeiten beizustehen.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends waren die Beiträge von Alexandra Seufert und Michaela Kaiser vom Hospizverein Bad Kissingen. Sie gaben einen eindrucksvollen Überblick über die tägliche Arbeit der ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfer. Diese Menschen leisten unglaublich viel – sie besuchen Schwerkranke und Sterbende in ihren eigenen vier Wänden, in Pflegeeinrichtungen oder Kliniken. Es war berührend zu hören, wie geschult und mitfühlend diese Helferinnen und Helfer sind. Die regelmäßige Weiterbildung sorgt dafür, dass sie immer auf dem neuesten Stand sind und ihre Arbeit so gut wie möglich tun können. Besonders berührend war die Erwähnung der Begleitung von Kindern beim Abschiednehmen – ein Thema, das viele im Saal sichtlich bewegte.

Der Wert menschlicher Nähe

Die Veranstaltung war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wertvoll menschliche Nähe und Unterstützung in schweren Zeiten sind. Es wurde deutlich, dass die Arbeit im Hospiz- und Palliativbereich nicht nur eine Aufgabe, sondern eine Berufung ist. Jeder von uns hat vielleicht irgendwann mit den Fragen der Sterblichkeit und der Unterstützung von Angehörigen zu tun. Der Austausch an diesem Abend war aufschlussreich und ließ viele Herzen höher schlagen – nicht nur, weil es um wichtige Themen geht, sondern weil hier Menschen mit Herz und Engagement zusammengekommen sind, um einander zu helfen.

Bad Kissingen zeigt sich hier einmal mehr als ein Ort, wo Nächstenliebe und Mitgefühl nicht nur Worte sind, sondern gelebt werden. Die Veranstaltungen des VdK sind essenziell, um das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen und um die Lebensqualität für Schwerkranke und deren Angehörige zu verbessern. Wer weiß, vielleicht wird diese Art von Engagement auch andere Gemeinden inspirieren, ähnliche Wege zu gehen.