Herdenschutz 4.0: KI-gestützte Revolution im Landkreis Bad Kissingen!
In den letzten Jahren hat der Lebensraum von Wölfen in Deutschland zugenommen, was auch für den Landkreis Bad Kissingen eine neue Herausforderung darstellt. Immer mehr Schafe, darunter das regionale Rhönschaf, grasen auf den Weiden, und der Schutz dieser Tiere ist derzeit in vollem Gange. Aus diesem Grund hat das Zukunftslabor des Landkreises Bad Kissingen ein innovatives Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das sich mit dem Herdenschutz durch KI-gestützte Technologien beschäftigt, wie Rhönkanal berichtet.
Bei der Projektpräsentation in Aura, wo ein moderner Herdenschutzzaun aufgestellt wurde, konnten sich Bürgermeister Martin Kaiser sowie zahlreiche Gemeinderatsmitglieder und interessierte Bürger informieren. „Der Herdenschutz hat in unserem Landkreis oberste Priorität“, betonte Landrat Mario Götz. Unterstützt wird das Projekt durch verschiedene technische Infrastrukturen, die bereits in einem früheren Projekt zur Bienenforschung installiert wurden, darunter Strom und Glasfaseranschluss.
Intelligente Lösungen für den Herdenschutz
Die Testkoppel in Aura ist mit hochmodernen elektronischen Systemen ausgestattet. Hier werden unterschiedliche KI-Modelle eingesetzt, die durch die Auswertung von Kameraaufnahmen von Nutztieren und Beutegreifern wie Wölfen, Füchsen und Hunden trainiert werden, um ein effektives Frühwarnsystem zu entwickeln. „Wir vergleichen die Systeme, um die besten Lösungen zu finden“, erklärte Götz.
Ebenfalls erwähnenswert ist das Projekt „SoundProtect“, das von der Arnold Electronic GmbH ins Leben gerufen wurde. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines akustischen Herdenschutzsystems, das mithilfe von KI und akustischer Sensorik bedrohliche Situationen erkennen und angemessene Schallimpulse senden kann. Diese Technologie ist besonders geeignet für tierfreundliche und zaunlose Weidekonzepte, wie auf der Website von Arnold Electronic zu lesen ist.
In der Region ist die Kombination aus sensorischer Technologie und künstlicher Intelligenz besonders wertvoll, da sie den Landwirten nicht nur hilft, ihre Herden besser zu schützen, sondern auch die Effizienz steigert und dabei unterstützt, den Input zu reduzieren. Der Einsatz von KI in der Landwirtschaft hat großes Potenzial, was auch der Bericht des Fraunhofer IESE über KI-gestützte Entscheidungsunterstützungsinstrumente verdeutlicht, wie auf der Webseite der Digitalstrategie der EU beschrieben.
Der Weg in die Zukunft
Diese innovativen Projekte stehen erst am Anfang ihrer Laufzeit und sind auf eine Förderung von drei Jahren ausgelegt. Das Zukunftslabor hat sich als wichtiger Bildungsort und Schaufenster für Technik in der Region etabliert. Zudem wird in diesem Rahmen auch der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis gefördert; unter anderem durch Projekttage, Workshops und Forschungsprojekte für Studierende. So sollen die landwirtschaftlichen Betriebe noch intensiver in die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien einbezogen werden, um die Herausforderungen des modernen Herdenschutzes zu meistern.
Die finanziellen Mittel für die Forschungsprojekte kommen unter anderem von der AKO-Agrartechnik GmbH & Co. KG und der Stadtwerke Hammelburg, die für den wichtigen Glasfaseranschluss sorgen. Im Gespräch mit den Anwesenden zeigte Götz seine Dankbarkeit für die Kooperation mit verschiedenen Partnern, unter anderem mit der Universität Bremen und dem Start-up Pax Lupus aus Wismar. „Gemeinsam sind wir auf einem guten Weg, um innovative Lösungen für unsere Region zu finden“, schloss er.
Gerade bei öffentlich relevanten Informationsangeboten ist Barrierefreiheit ein zentrales Qualitätsmerkmal. Unser Website-System erfüllt die Anforderungen der BITV 2.0 und WCAG 2.1 auf hohem Niveau – von semantisch korrektem Markup über ausreichende Kontraste bis zur vollständigen Tastaturbedienbarkeit. Umgesetzt wurde dies durch Daniel Wom / VeloCore mit einem durchgängig barrierefreien Ansatz.


