Heute ist der 24.07.2026 und in Bocklet brodelt es! Der Dorfplatz am Standort des ehemaligen Rathauses steht auf dem Plan, und die Diskussionen darüber sind so lebhaft wie ein frischer Wind um die alten Bäume. Im Dezember präsentierte das Architekturbüro Kirchner aus Bad Brückenau seinen ersten Entwurf für diesen neuen Treffpunkt im Dorf. Der Gemeinderat war sofort Feuer und Flamme und beauftragte die Architekten mit der Kostenschätzung und weiteren Planungen. Doch die Realität kam wie ein kalter Schauer: Die Kostenschätzung von 1,4 Millionen Euro wurde als viel zu hoch empfunden.

Am 8. Juli gab es dann einen Richtungswechsel. Die Verwaltung beauftragte das Büro Richter, um Kosteneinsparungen und preiswertere Alternativen auszuarbeiten. Eine reduzierte Variante, die auf einige der ursprünglichen Gestaltungselemente wie die Rundungen der Dachflächen und die Begrünung verzichtet, kam auf knapp 1,35 Millionen Euro. Aber damit nicht genug! Eine absolute Sparvariante wurde ins Spiel gebracht, die mit 917.000 Euro eher den Vorstellungen der Verwaltung entspricht. Man kann sich vorstellen, wie die Gemüter kochen, wenn es um die Zukunft des Dorfplatzes geht.

Die Pläne nehmen Form an

Und jetzt wird es richtig spannend: In der „Foodtruck“-Variante soll der ursprüngliche Küchenbereich durch einen mobilen Foodtruck ersetzt werden. Das klingt nach einem frischen Hauch von Moderne, doch die 50.000 Euro für den Truck sind in der Kostenschätzung nicht enthalten. Stattdessen umfasst die kostengünstige Variante nur ein einfaches Gebäude mit WC-Anlage, Lagerfläche und einem Verkaufsraum für Getränke. Die Bühne im Außenbereich wird verkleinert und nicht überdacht – das bringt sicher ein wenig mehr Gemütlichkeit, aber auch weniger Platz für große Veranstaltungen.

Der Gemeinderat Manfred Söder von der FCW hat sich unmissverständlich zu Wort gemeldet. Er kritisierte die Verzögerungen in der Planung, die nun schon seit 2019 andauern. Der ursprüngliche Entwurf von 2020 lag noch bei 500.000 Euro, was den jetzt im Finanzplan 2027 eingestellten 800.000 Euro ziemlich nahekommt. Die Corona-Pandemie hat dem Projekt einen Strich durch die Rechnung gemacht, und die Abwesenheit des Bürgermeisters tat ihr Übriges. Doch jetzt, wo die Planung wieder Fahrt aufnimmt, stehen mehrere Gespräche mit den Vereinen an. Söder selbst betont die Wichtigkeit eines praktischen und einfach gestalteten Dorfplatzes, der letztlich für alle da sein soll.

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Ein Platz für alle

Architekt Stefan Richter hat bereits bestätigt, dass die Kosten durch eine einfachere Bauweise gesenkt werden können. Ein weiteres Treffen der Vereinsvorstände mit dem Gemeinderat wurde vereinbart, um über das Mindestmaß des Gebäudes und die Außenanlage zu beraten. Das Ziel ist klar: Am 13. Oktober soll die endgültige Planung im Gemeinderat beschlossen werden, und am 27. Oktober ist die Bürgerversammlung geplant, um die Ideen der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Vorfreude steigt – und wir dürfen gespannt sein, wie es weitergeht!

Bocklet könnte bald einen neuen Mittelpunkt bekommen, der nicht nur als Platz für Feste und Zusammenkünfte dient, sondern auch die Gemeinschaft stärkt. Es wird Zeit, dass die Ideen auf den Tisch kommen und die Dorfbewohner mit einbezogen werden. Schließlich ist ein Dorfplatz mehr als nur ein Fleck Erde – es ist ein Ort, an dem Geschichten erzählt, Lachen geteilt und Erinnerungen geschaffen werden.

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