Heute ist der 27.05.2026 und die Diskussion über die Zukunft der Augsburger Kahnfahrt nimmt zunehmend Fahrt auf. Die Altaugsburggesellschaft, unter der Leitung von Sebastian Berz, hat die Planungen der Regio Augsburg Tourismus GmbH abgelehnt. Diese sahen eine Steganlage im Stil eines kleinen Jollenhafens sowie einen ausge­di­enten Fluss­dampfer als Gastronomie vor. Doch die Altaugsburggesellschaft hat ein ganz anderes Bild im Kopf – eine romantische Promenade mit Biergarten-Atmosphäre soll die Idylle der Kahnfahrt bewahren. Ein klarer Bekenntnis der Stadt zum Erhalt dieser charmanten Ecke Augsburgs wird gefordert.

Bürger, die an den Freiluft-Workshops der Bürgerbegehren „7000 Bäume“ und „Herz-OP für die Tram“ teilgenommen haben, äußern sich gewohnt begeistert. Sie schätzen die Kahnfahrt als „extrem romantisch und authentisch“. Es ist, als ob die Zeit hier stillsteht und der Alltag in weite Ferne rückt. Um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, wird die Herstellung eines zweiten Rettungsweges als erster Schritt anerkannt, während weitere Planungen der Regio Tourismus GmbH auf breite Ablehnung stoßen.

Ein neuer Weg für die Kahnfahrt

Die Regio Tourismus GmbH hat kürzlich ein Konzept vorgestellt, das den Bau einer Steganlage vorsieht. Doch die Kritiker befürchten, dass dies den heutigen Charakter der Kahnfahrt verändern könnte. Auch die Idee, einen Fluss­dampfer als wetterfeste Gastronomie an der Bastion des Oblatter Walls anzulegen, wird als unglücklich erachtet. Hier beruft man sich auf einen historischen Entwurf des Architekten K. A. Gollwitzer aus der Zeit um 1900 – und das wird von vielen als nicht legitim angesehen. Umso spannender ist es, dass die Altaugsburggesellschaft ein eigenes Konzept entwickelt hat, das die Uferanlage durchgehend öffentlich zugänglich machen möchte. Ein weiterer Vorschlag ist die Entwicklung einer „romantischen Promenade Kahnfahrt Augsburg“ mit offener Biergarten-Atmosphäre.

Der Saisonstart der Augsburger Kahnfahrt ist für den 1. Mai 2026 geplant. Bis dahin gibt es eine Interimslösung, bei der restaurierte Ruderboote wieder für den Verleih bereitstehen. Ein bisschen wie eine Zeitreise, wenn man sich in einem dieser Boote auf das Wasser wagt. Bauliche Maßnahmen für den zweiten Rettungsweg sind im Gange, und es entstehen zusätzliche Aufenthaltsflächen für bis zu 160 Personen. Das klingt nach einem Ort, an dem man gerne verweilt, um die frische Luft und das Plätschern des Wassers zu genießen.

Ein buntes Programm erwartet die Besucher

Der Wirtschaftsreferent Dr. Wolfgang Hübschle hat in einem Interview betont, wie wichtig dieser zweite Rettungsweg für die Zukunft der Kahnfahrt ist. Der Durchbruch wird hergestellt, mit dem Ziel, die Kahnfahrt zu einem sicheren und attraktiven Ort weiterzuentwickeln. Bei all den baulichen Arbeiten, die voraussichtlich bis Mai 2026 abgeschlossen sein sollen, ist die Aufregung groß. Bis dahin sind maximal 60 Personen in der Kahnfahrt zugelassen – und das wird sicherlich für den ein oder anderen Ansturm sorgen!

Das abwechslungsreiche Programm für 2026, in Kooperation mit der Regio Augsburg Tourismus GmbH, verspricht viele Highlights. Führungen unter dem Titel „Rund um die Kahnfahrt“ werden angeboten, romantische Bootstouren können gebucht werden. Und nicht zu vergessen – der St.-Jakobs-Wasserturm wird von Juni bis September geöffnet sein, während auch der Fünffingerlesturm (Fünfgratturm) besichtigt werden kann. Themen wie Bertolt Brecht, Karl Albert Gollwitzer und das UNESCO-Welterbe „Augsburger Wassermanagement-System“ bleiben im Fokus. Digitale Angebote sind ebenfalls geplant, darunter die kostenfreie App „Der Brecht Weg“ und Augmented-Reality-Anwendungen zum Thema Trinkwasser.

Ein schöner Ausblick auf die kommenden Monate. Wer die Kahnfahrt besucht, sollte sich auf jeden Fall auf eine Reise durch die Geschichte und die Schönheit Augsburgs einstellen. Wer weiß, vielleicht wird die Kahnfahrt ja bald ein noch beliebterer Ort für Ausflüge und romantische Stunden am Wasser.