Am 3. März 2026 wurde Ilona Kramer für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Landratsamt Augsburg statt und wurde von Landrat Martin Sailer sowie Gersthofens Erstem Bürgermeister Michael Wörle überreicht. Seit 2006 engagiert sich Frau Kramer in vielfältigen Bereichen, darunter Theater, Hospizarbeit und Seniorenarbeit. Ihre Leidenschaft für das Theater zeigt sich nicht nur in ihrer Rolle als Mitbegründerin des Theatervereins Chapeau Claque, sondern auch in ihrer Position als Zweite Vorsitzende des Theaters Gersthofen e. V. seit 2020, wo sie sich um Organisation, Mitglieder und Besucherbelange kümmert.
Ihr ehrenamtliches Engagement ist vor allem in der Hospizarbeit bemerkenswert. Nach einer einjährigen Ausbildung zur Hospizbegleitung im St.-Vinzenz-Hospiz Augsburg im Jahr 2019 begleitet sie seitdem Schwerstkranke und deren Angehörige. Ehrenamtliche Mitarbeitende wie Frau Kramer sind ein wesentliches Merkmal der Hospizarbeit und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur psychosozialen Betreuung der Betroffenen. Sie spenden Zeit und gehen auf die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen ein, die sich in einer besonders schwierigen Lebenssituation befinden. Dies ist ein Teil der breiteren Hospizbewegung, die eine Bürgerbewegung darstellt und auf freiwilligem Engagement basiert. Ziel dieser Bewegung ist es, schwerstkranken und sterbenden Menschen größtmögliche Autonomie zu ermöglichen.
Vielfältige Engagements und innovative Ideen
Frau Kramer war von 2007 bis 2016 als Schriftführerin des Theaters aktiv und übernahm dort auch Rollen als Schauspielerin, Souffleuse und Regisseurin. Ihr Engagement für die ältere Generation zeigt sich nicht nur in ihrer Rolle als Erste Vorsitzende des Seniorenbeirats seit 2021, sondern auch in der Gründung einer Selbsthilfegruppe für Erwachsene mit ADHS und ihrer Mitbegründung des Repaircafés Gersthofen. Zudem setzt sie sich für barrierefreie Wege für ältere Menschen ein und ist als Zweite Sprecherin der Landesseniorenvertretung Bayern e. V. im Bezirk Schwaben tätig.
Die Hospiz- und Palliativarbeit, in der sich rund 80.000 Menschen ehrenamtlich engagieren, ist auf solches Engagement angewiesen. Ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen sind nicht nur in ambulanten Hospizdiensten aktiv, sondern auch in stationären Einrichtungen, Pflegeheimen und Krankenhäusern. Sie tragen dazu bei, den Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen in der Gesellschaft zu verändern, indem sie eine vertrauensvolle und unterstützende Umgebung schaffen.
Das Fundament des bürgerschaftlichen Engagements
Bürgerschaftliches Engagement, wie das von Ilona Kramer, umfasst freiwillige gesellschaftliche Aktivitäten, die auf Gemeinwohl und Demokratie abzielen. Dieses Engagement hat sich auch in den letzten Jahren weiter institutionalisiert, unter anderem durch rechtliche und steuerliche Verbesserungen, die in den Jahren 2000 und 2002 sowie im Gesetz von 2007 eingeführt wurden. Solche Entwicklungen sind auch im Hospiz- und Palliativbereich spürbar und stärken die Möglichkeiten für Stiftungen, die individuelle Vorstellungen von Hilfe verwirklichen können.
Die Errichtung von Stiftungen im Bereich der Hospiz- und Palliativarbeit ermöglicht es, auch mit geringem Vermögen gezielt zu helfen. Informationen zu Stiftungen und deren Unterstützung im Hospizbereich sind auf der Website des DHPV verfügbar. Das Engagement von Menschen wie Ilona Kramer ist nicht nur ein Zeichen der Solidarität, sondern auch ein wichtiger Bestandteil eines Wandels in der Gesellschaft, der die Bedürfnisse und Wünsche von schwerstkranken und sterbenden Menschen in den Mittelpunkt rückt.
Weitere Informationen zur Ehrung von Ilona Kramer können Sie in der entsprechenden Nachricht auf der Webseite des Landkreises Augsburg nachlesen. Informationen zu Ehrenamt und Palliativarbeit erhalten Sie auf der Seite des DHPV sowie zur Stiftungsgründung auf der Webseite der DHP-Stiftung.