Am vergangenen Samstag, dem 14.07.2026, fand im kleinen, aber feinen Hausen die Herren-Spielgruppentagung des Fußballkreises Aschaffenburg statt. Ein Ereignis, das nicht nur den Sport in der Region betrifft, sondern auch ein ganzes Stück Geschichte schrieb. Hier wurde Reinhard Staab, der langjährige Vorsitzende des Kreis-Sportgerichtes (KSG), in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Mit einem herzlichen Applaus der Vereinsvertreter wurde seine 31-jährige ehrenamtliche Tätigkeit gewürdigt, die im Jahr 1995 ihren Anfang nahm, als er als Beisitzer begann.

Im Laufe der Jahre hat Staab viele Höhen und Tiefen des Fußballs miterlebt und war seit der Spielzeit 2002/2003 unermüdlich als Vorsitzender des KSG im Einsatz. Xaver Rodenhausen, der BFV-Kreis-Vorsitzende, ergriff das Wort und hob in seiner Ansprache die bemerkenswerten Leistungen Staabs hervor. Er sprach von dessen Unabhängigkeit, Gewissenhaftigkeit und vor allem von seinem unermüdlichen Engagement für den Fußballsport in Unterfranken. „Reinhard war immer erreichbar, hat sich jeden Aktenfall mit Sorgfalt angesehen und die Entscheidungen transparent begründet“, so Rodenhausen.

Ein großes Vermächtnis

Die Bedeutung von Staabs Arbeit geht weit über die einfache Bearbeitung von Verfahren hinaus. Er war bekannt dafür, auch komplexe Sachverhalte gründlich zu durchleuchten und dabei stets die Unabhängigkeit der Sportgerichte zu wahren – ein Punkt, der für ihn nicht verhandelbar war. Die anwesenden Vereinsvertreter zollten ihm großen Respekt und würdigten seine Leistungen mit einem herzlichen Applaus. In einem feierlichen Akt überreichten die Mitglieder des BFV-Kreis-Ausschusses Staab einen Präsentkorb als Zeichen des Dankes.

Sein langjähriges Engagement blieb nicht unbeachtet; bereits zahlreiche Ehrungen, wie die DFB-Verdienstnadel und die Verbands-Verdienstnadel in Silber, zieren seine Sammlung. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wurde Staab sogar zum „Altkameraden“ des Fußball-Bezirks ernannt, was seine Bedeutung für die Fußballgemeinschaft unterstreicht.

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Ein Rückblick

Wenn man über Reinhard Staab spricht, spricht man auch über eine Ära. Eine Ära, in der er nicht nur die Geschicke des KSG lenkte, sondern auch Maßstäbe setzte für Integrität und Fairness im Fußballsport. Viele junge Schiedsrichter und Vereinsvertreter haben von seinem Wissen profitiert und erlebten in ihm nicht nur einen Vorgesetzten, sondern auch einen Mentor und Freund.

Die Verabschiedung von Staab ist auch ein Zeichen des Wandels im Fußballkreis. Neue Gesichter stehen bereit, die Zügel in die Hand zu nehmen, doch die Fußstapfen, in die sie treten, sind groß. Der Fußball in Aschaffenburg wird ohne seine ruhende Hand und seine klugen Entscheidungen nicht mehr dasselbe sein. Doch eines bleibt gewiss: Reinhard Staabs Vermächtnis wird uns noch lange begleiten.

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