Am Dienstagabend war die Technische Hochschule Aschaffenburg der Schauplatz eines besonderen Festaktes. Die Verleihung der Friedrich-Dessauer-Preise des VDE Rhein-Main zog zahlreiche Gäste an, darunter auch prominente Gesichter wie Prof. Rolf Bergbauer und Dr. Stephan Dessauer. Die Präsidentin der Hochschule, Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, hieß alle Anwesenden herzlich willkommen und schuf damit eine freundliche Atmosphäre, die den Abend prägte.
In diesem feierlichen Rahmen wurden zwei herausragende Absolventen ausgezeichnet: Katarin Goiri und Jonas Werner. Beide erhielten den Preis für ihre exzellenten Masterarbeiten im Bereich Elektro- und Informationstechnik und schlossen ihr Studium mit der Bestnote 1,0 ab. Es ist beeindruckend zu sehen, wie beide nicht nur akademisch glänzen, sondern auch direkt über ihre Arbeiten den Sprung in die Berufswelt geschafft haben. Katarin entwickelte ein innovatives IoT-Gateway für die Nahwärmeversorgung in Zusammenarbeit mit der Othermo GmbH, während Jonas eine Sicherheitslösung für Elektrofahrzeuge in Kooperation mit Joyson Safety Systems entwarf.
Eine enge Verbindung zur Praxis
Die Verleihung fand zum 13. Mal statt und wurde von Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter organisiert, der die lange Tradition dieser Ehrung betonte. Seit 2014 wurden bereits 35 Absolventen mit dem Preis geehrt – eine beeindruckende Zahl, die verdeutlicht, wie wichtig diese Auszeichnung für die Nachwuchsförderung im MINT-Bereich ist. Teigelkötter hob auch die enge Zusammenarbeit zwischen der TH Aschaffenburg und dem VDE Rhein-Main hervor. Diese Kooperation hat sich als fruchtbar erwiesen und ermöglicht es den Studierenden, praxisnahe Erfahrungen zu sammeln und ihre Masterarbeiten in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen zu realisieren.
Die Ehrung beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Absolventen. Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler wurde für sein Engagement in der Nachwuchsförderung ausgezeichnet, während Prof. Dr.-Ing. Hinrich Mewes für seine Initiativen zur Förderung junger Talente im MINT-Bereich geehrt wurde. Beide Professoren leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Entwicklung der Studierenden und zur Stärkung der technischen Bildung in der Region.
Ein feierlicher Ausklang
Nach der Preisverleihung kam es zu einem geselligen Get-together, bei dem die Gäste die Möglichkeit hatten, sich auszutauschen und zu feiern. Es war eine Gelegenheit, die Erfolge der Absolventen zu würdigen und die Bedeutung ihrer Arbeiten für die Zukunft der Technik zu unterstreichen. Die Friedrich-Dessauer-Stiftung vergibt diesen Preis jährlich und hebt damit die Bedeutung der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik hervor, die in unserer zunehmend digitalisierten Welt kaum zu überschätzen ist.
Friedrich Dessauer selbst war ein Pionier in der Röntgenphysik und Biophysik, und sein Erbe lebt durch die Arbeit und das Engagement der heutigen Studierenden weiter. Es ist bemerkenswert, wie die TH Aschaffenburg diesen Geist der Innovation und des Fortschritts in die nächste Generation trägt. Der Abend in Aschaffenburg war mehr als nur eine Preisverleihung – er war ein Fest der Möglichkeiten, die in der Verbindung von Studium und Industrie liegen.