In Aschaffenburg hat sich kürzlich die lokale Feuerwehrversammlung versammelt, eine bedeutende Zusammenkunft, die Vertreter aus Politik, Bundeswehr und verschiedenen Organisationen des Brand- und Katastrophenschutzes zusammenbrachte. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Frank Wissel, hieß die Anwesenden herzlich willkommen und dankte besonders den Feuerwehrkommandanten, Stellvertretern und Vereinsvorständen für ihr Engagement. Unter den Gästen waren auch Landrat Dr. Alexander Legler und Bürgermeister Christoph Ruppert, die beide den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleute würdigten.

Die Versammlung fand in der Bessenbachhalle statt, deren kostenfreie Überlassung durch die Gemeinde Bessenbach von Wissel besonders gewürdigt wurde. Ein emotionaler Moment war das Gedenken an die verstorbenen Kameradinnen und Kameraden, die stets im Gedächtnis der Feuerwehrfamilie bleiben. Wissel berichtete über die erfreuliche Entwicklung der Feuerwehren im Landkreis, die bis zum Jahr 2025 eine aktive Mitgliederzahl von 2.744, darunter 491 Frauen, verzeichnen können. Besonders hervorzuheben ist die Nachwuchsarbeit, die 685 Jugendliche und 876 Kinder in den Feuerwehren umfasst.

Zahlen, die für sich sprechen

Im Jahr 2025 wurden beeindruckende 4.504 Einsätze registriert, darunter 977 Brandeinsätze und 2.887 technische Hilfeleistungen. Ein Anstieg der First-Responder-Einsätze zeigt die wachsende Bedeutung der Feuerwehr in der Notfallhilfe. Trotz angespannter Haushaltslage konnten Investitionen in Fahrzeuge, Ausstattung und Infrastruktur getätigt werden, was die Entschlossenheit der Feuerwehrgemeinschaft unterstreicht. Der Dank von Wissel galt zudem den Mitgliedern der Kreisbrandinspektion sowie der Vorstandschaft, die einstimmig entlastet wurde.

Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war die einstimmige Wiederwahl von Frank Wissel als Vorsitzenden, die er mit 113 von 113 Stimmen erhielt. Auch Peter Kernhof wurde als Stellvertreter bestätigt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die ständige Weiterentwicklung der Brandschutzmaßnahmen ein zentrales Anliegen bleibt, wie auch die Worte von Landrat Dr. Legler verdeutlichten, der die Wichtigkeit von Investitionen in den Brand- und Katastrophenschutz unterstrich.

Ein starkes Netzwerk für den Katastrophenschutz

In Bayern sind die Feuerwehren ein unverzichtbarer Bestandteil des Katastrophenschutzes. Laut der 31. Landesverbandsversammlung des LFV Bayern am 17. September 2024 in Unterschleißheim haben die rund 330.000 Feuerwehrdienstleistenden über 29 Millionen Einsatzstunden geleistet. Die ehrenamtlichen Freiwilligen Feuerwehren steuern davon mehr als 27 Millionen Stunden bei. Alarmierungen erfolgten rund 293.000 Mal, was die gestiegenen Herausforderungen durch Extremwettereignisse wie Hochwasser und Waldbrände verdeutlicht.

Die Versammlung beleuchtete auch die Notwendigkeit einer strukturierteren organisationsübergreifenden Zusammenarbeit im Katastrophenschutz. Innenminister Joachim Herrmann und weitere Experten diskutierten die bestehenden Herausforderungen und den Verbesserungsbedarf in behördlichen Strukturen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen. Das Konzept „Katastrophenschutz Bayern 2025“ wird in enger Abstimmung mit dem LFV Bayern und anderen Hilfsorganisationen weiterentwickelt.

Ehrenamtlicher Einsatz der Feuerwehrleute

Die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Rettungsdienst sind vielfältig und reichen von der Notfallrettung bis hin zur Wasserrettung. Organisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund, das Bayerische Rote Kreuz und die Malteser Hilfsdienste bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Mithilfe. Ausbildung und Einsatz von Rettungssanitätern sind speziell auf das Ehrenamt ausgerichtet und tragen zur Stärkung der Einsatzkräfte im Alltag bei.

Insgesamt zeigt sich, dass die Feuerwehren in Bayern nicht nur eine zentrale Rolle im Brand- und Katastrophenschutz einnehmen, sondern auch ein starkes Netzwerk bilden, das auf Gemeinschaft, Engagement und ständige Weiterentwicklung setzt. So blicken die Feuerwehren zuversichtlich in die Zukunft und sind bereit, sich den Herausforderungen zu stellen, die vor ihnen liegen.