Heute ist der 22.05.2026 und Aschaffenburg ist in Aufregung! Am Schlossufer, wo derzeit umgestaltet wird, um die Stadt attraktiver zu machen, gab es während der Bauarbeiten für ein Regenüberlaufbecken eine Entdeckung, die wie ein Paukenschlag in die Geschichte der Stadt schlägt. In einer Baugrube, die sich acht Meter tief erstreckt, fanden Arbeiter massive Eichenbalken – und damit nicht einfach nur Holz, sondern ein Stück Geschichte, das über 2400 Jahre verborgen war. Unglaublich, oder?

Stefanie Berg, die Leiterin der Abteilung Bodendenkmalpflege am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, hat sich bereits geäußert: So etwas haben wir noch nie gesehen! Die Struktur, die da zum Vorschein kam, scheint ein Bauwerk zu sein, das bisher unbekannt war. Vielleicht war Aschaffenburg bereits in der Eisenzeit ein bedeutender Handelsknotenpunkt, was durch frühere Funde wie einen goldenen Fingerring und eine Tierkopffibel unterstützt wird. Wer hätte gedacht, dass an dieser Stelle, wo wir jetzt mit Schaufeln und Baggern arbeiten, einst ein geschäftiger Hafen oder Verladeort für Handelsgüter existiert hat?

Ein Sensationsfund

Die Dimensionen des Bauwerks sind beeindruckend: Es misst mindestens 40 Meter in der Länge und bis zu 7 Meter in der Breite. Man fragt sich, wie ein solches Konstrukt in einer Zeit, als wir uns noch nicht mal die Finger mit einem Smartphone ablenken konnten, errichtet werden konnte. Die Kombination aus Holz und Stein, die hier gefunden wurde, ist in der Eisenzeit äußerst selten nachgewiesen. Experten vermuten, dass es sich um ein repräsentatives Bauwerk handelt. Das ist wirklich faszinierend!

Und das Holz? Das ist dank der tiefen Lage und des Sauerstoffmangels in einem ausgezeichneten Zustand erhalten geblieben. Dendrolabor-Analysen haben bereits gezeigt, dass die Eichen zwischen 370 und 352 v. Chr. gefällt wurden. Das stellt unser bisheriges Wissen über die Eisenzeit auf den Kopf. Hier könnte sich ein eisenzeitliches Macht-, Wirtschafts- oder Kulturzentrum befunden haben – mitten in der Altstadt von Aschaffenburg!

Die Bauarbeiten und ihre Herausforderungen

Die Bauarbeiten für das Regenüberlaufbecken und die Uferumgestaltung sind seit März 2020 im Gange und kosten ein kleines Vermögen. Doch der Weg zum Ziel ist alles andere als glatt verlaufen. Ein Wassereinbruch im Jahr 2022 stoppte die Arbeiten für stolze drei Jahre. Im Sommer 2025 sollten die Bauarbeiten eigentlich wieder aufgenommen werden, aber die Ausgrabungen bringen neue Verzögerungen mit sich. Es bleibt unklar, wie lange die Archäologen noch graben müssen, bevor die Bauarbeiten fortgesetzt werden können. Die Fertigstellung des Projekts, die einst für 2025 geplant war, wurde mittlerweile auf 2028 verschoben.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, das von der Stadt Aschaffenburg über den Fund informiert wurde, plant weitere Grabungen und Dokumentationen für die nächsten sechs Monate. Man kann also gespannt sein, welche Geheimnisse diese alte Holzstruktur noch birgt.

Aschaffenburg hat sich in den letzten Jahren oft neu erfunden, aber dieser Fund könnte der Stadt eine ganz neue Dimension verleihen – eine Verbindung zu ihren Wurzeln, die bis in die Eisenzeit zurückreicht. Und wer weiß, vielleicht wird das Schlossufer bald nicht nur ein schöner Ort zum Flanieren, sondern auch ein bedeutender Teil unserer Geschichte, den die Menschen von nah und fern bewundern können.